Lynas Aktie: Gegenwind aus USA

Der australische Seltene-Erden-Produzent Lynas sieht sich mit US-Subventionen für Wettbewerber und dem angekündigten Weggang der langjährigen CEO konfrontiert, was den Aktienkurs belastet.

Die Kernpunkte:
  • USA subventionieren heimische Konkurrenz mit Milliarden
  • Breite US-Preisgarantien für Lynas unwahrscheinlich geworden
  • Produktion durch technische Probleme eingeschränkt
  • Langjährige CEO kündigt ihren Rücktritt an

Der australische Produzent für Seltene Erden gerät zunehmend in die Zange der US-Handelspolitik. Während Washington Milliarden in die heimische Konkurrenz pumpt, schwinden die Hoffnungen auf breite Preisgarantien für ausländische Partner. Anleger reagierten auf die veränderten Vorzeichen nervös und schickten den Kurs zuletzt spürbar nach unten.

Milliarden für die Konkurrenz

Die jüngste Zusage der Trump-Administration über 1,6 Milliarden US-Dollar an den Wettbewerber „USA Rare Earth“ verdeutlicht den verschärften „America First“-Kurs. Marktbeobachter sehen darin eine direkte Bedrohung für die Position externer Zulieferer wie Lynas innerhalb der US-Lieferketten.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lynas?

Erschwerend kommt hinzu, dass Regierungsvertreter laut Medienberichten eine generelle Preisuntergrenze ablehnen. Die Hoffnung, dass alle Produzenten ähnliche Garantien wie MP Materials erhalten – die im Juli noch eine Abnahme zu 110 US-Dollar pro Kilogramm zusicherten –, hat sich damit zerschlagen. Der Markt muss sich nun auf einen selektiveren Subventionskurs einstellen.

Licht und Schatten im operativen Geschäft

Trotz der politischen Turbulenzen konnte Lynas im Dezember-Quartal den Umsatz im Jahresvergleich um 43 Prozent steigern. Der durchschnittliche Verkaufspreis über alle Produkte hinweg lag bei soliden 85,60 AUD pro Kilogramm.

Allerdings bremsten operative Probleme das Ergebnis: Stromausfälle in der Anlage in Kalgoorlie (Westaustralien) drückten die Produktion. Der Ausstoß des wichtigen NdPr-Oxids blieb mit 1.404 Tonnen hinter den Erwartungen zurück, und die Gesamtproduktion von Seltenerdoxiden fiel auf 2.382 Tonnen (Vorquartal: 3.993 Tonnen). Dennoch ist die Bilanz mit einem Kassenbestand von 1,03 Milliarden AUD zum Quartalsende weiterhin robust.

Führungswechsel sorgt für Unsicherheit

Zusätzlich zur geopolitischen Lage steht dem Unternehmen ein interner Umbruch bevor. Nach zwölf Jahren an der Spitze kündigte CEO Amanda Lacaze ihren Rücktritt zum Ende des laufenden Geschäftsjahres an. Diese Personalie fügt der ohnehin komplexen Gemengelage eine weitere Variable hinzu, die Investoren bei ihrer Bewertung berücksichtigen müssen.

Während die Stromversorgung in Kalgoorlie laut Unternehmensangaben mittlerweile stabilisiert wurde, bleibt das politische Umfeld die größte Unbekannte. Es wird nun entscheidend sein, wie der Konzern ohne die erwarteten breiten Preisgarantien seine Margen im US-Geschäft sichern kann und wer die strategische Neuausrichtung nach dem Ausscheiden von Lacaze leiten wird.

Lynas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lynas-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Lynas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lynas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lynas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...