Lynas Aktie: Imperfekte Zeiten!
Stromausfälle in Australien führen zu massiven Produktionsverlusten bei Lynas, während die US-Expansion vor dem Aus steht. Analysten korrigieren Gewinnerwartungen deutlich nach unten.

- Stromausfälle stoppen Produktion in Kalgoorlie
- EBITDA-Prognose um 35 Prozent gesenkt
- US-Expansionsprojekt droht zu scheitern
- Aktie verliert deutlich an Wert
Seltene Erden sind der Rohstoff der Zukunft, doch für den größten Produzenten außerhalb Chinas gehen gerade die Lichter aus – buchstäblich. Lynas Rare Earths hat seine Anleger mit einer Hiobsbotschaft geschockt: Massive Stromausfälle im australischen Kalgoorlie bedrohen die Produktion. Während die Bänder stillstehen, wackelt nun auch noch die prestigeträchtige Expansion in die USA. Steht die Wachstumsstory des Konzerns auf der Kippe?
Dunkle Wolken über Kalgoorlie
Der Kern des Problems liegt in Westaustralien. Lynas musste bestätigen, dass wiederholte Unterbrechungen im Stromnetz der Anlage in Kalgoorlie zu gravierenden Produktionsausfällen führen. Konkret rechnet das Management mit einer Lücke, die dem Volumen eines ganzen Monats im laufenden Quartal entspricht.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lynas?
Verantwortlich dafür ist ein instabiles Netz, das den Konzern zwingt, den Verbrauch bei Engpässen drastisch zu drosseln. Das Problem löst eine fatale Kettenreaktion aus: Fehlt das Material aus Australien, gerät auch die Weiterverarbeitung in der malaysischen Raffinerie ins Stocken. Da dort parallel Wartungsarbeiten an den Öfen laufen, ist eine schnelle Aufholjagd der verlorenen Mengen kurzfristig unmöglich.
Analysten streichen Prognosen
Die Reaktion der Experten auf diese operative Vollbremsung ist eindeutig. Die Investmentbank Canaccord Genuity reagierte prompt und kappte ihre Gewinnerwartungen drastisch. Besonders das operative Ergebnis (EBITDA) für das Dezember-Quartal wurde um rund 35 Prozent nach unten korrigiert.
Der Markt preist diese Risiken bereits ein. Auf 30-Tage-Sicht verlor das Papier 6,62 Prozent an Wert und ging am Freitag mit 8,21 Euro aus dem Handel. Zwar halten einige Analysten an ihren Kurszielen fest, doch die Skepsis wächst, ob die Probleme tatsächlich nur temporärer Natur sind.
US-Traum vor dem Aus?
Als wäre der Produktionsausfall nicht genug, braut sich auch in den USA ein Gewitter zusammen. Berichte deuten darauf hin, dass die geplante Anlage zur Verarbeitung schwerer seltener Erden im texanischen Seadrift vor dem Aus stehen könnte.
Ursprünglich sollte das Projekt, gestützt durch Gelder des US-Verteidigungsministeriums, die Unabhängigkeit von China stärken. Doch regulatorische Hürden und eine mögliche Verschiebung der US-Förderpolitik hin zu heimischen Konkurrenten wie MP Materials werfen Fragen auf. Sollte dieses strategisch wichtige Projekt kippen, würde ein zentraler Pfeiler der langfristigen Wachstumsstrategie wegbrechen.
Das Management plant zwar, die Produktionsausfälle bis Mitte 2026 wieder wettzumachen, doch die Kombination aus operativen Hürden und geopolitischem Gegenwind dürfte die Aktie vorerst weiter unter Druck setzen.
Lynas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lynas-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:
Die neusten Lynas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lynas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lynas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




