Lynas Rare Earths Aktie: Misstöne werden lauter?

Der australische Seltene-Erden-Produzent Lynas verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatzsprung von 115 Prozent, doch die Aktie verlor deutlich. Grund sind hohe Bewertung, ein angekündigter CEO-Wechsel und geänderte US-Pläne.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz mehr als verdoppelt auf 265 Mio. AUD
  • Aktienkurs fiel trotzdem um über sieben Prozent
  • CEO Amanda Lacaze kündigt ihren Rückzug an
  • US-Projekt in Texas wird nicht weiterverfolgt

Starke Nachfrage, steigende Preise und der höchste Umsatz seit fast vier Jahren. Bei Lynas Rare Earths scheinen die Geschäfte glänzend zu laufen. Die Börse reagiert trotzdem mit einem deutlichen Kursrutsch. Die hohe Bewertung fordert ihren Tribut.

Preise und Volumina steigen

Der australische Produzent von Seltenen Erden hat seinen Umsatz im dritten Quartal mehr als verdoppelt. Die Bruttoerlöse kletterten auf 265 Millionen Australische Dollar. Das entspricht einem Plus von 115 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Zwei Faktoren treiben dieses Wachstum. Einerseits stieg die Absatzmenge auf 3.131 Tonnen. Andererseits profitierte Lynas von deutlich höheren Marktpreisen. Der durchschnittliche Verkaufspreis über alle Produkte hinweg sprang auf 84,60 Australische Dollar pro Kilogramm.

Besonders gefragt war Neodym-Praseodym (NdPr). Hier stieg der Verkaufspreis im Vergleich zum Vorquartal um ein Viertel. Kunden suchen verstärkt nach Lieferketten außerhalb Chinas. Das spielt dem weltgrößten Produzenten außerhalb der Volksrepublik in die Karten.

Strategiewechsel in den USA

Parallel dazu ordnet das Management seine US-Pläne neu. Lynas baut die geplante Verarbeitungsanlage in Texas nicht. Probleme mit Abwassergenehmigungen führten zu einer Sackgasse.

Die US-Regierung ändert nun ihre Strategie. Sie investiert das Kapital direkt in fertige Produkte aus bestehenden Lynas-Anlagen. Der Vertrag umfasst Käufe im Wert von rund 96 Millionen US-Dollar über vier Jahre. Dabei gilt ein Mindestpreis von 110 US-Dollar pro Kilogramm für NdPr-Oxid.

Erneuerbare Energien senken Kosten

Auf der Kostenseite meldet der Konzern Erfolge. Das neue Hybrid-Kraftwerk am Standort Mt Weld lieferte im März-Quartal fast 96 Prozent erneuerbaren Strom.

Die Folge: Der Dieselverbrauch sinkt massiv. Lynas sparte im Vergleich zum Vorjahr über 870.000 Liter Treibstoff ein. Das schützt das Unternehmen vor aktuellen Preisschocks an den Energiemärkten. Dennoch rechnet der Vorstand künftig mit höheren Materialkosten.

Chefwechsel belastet die Stimmung

Trotz der starken operativen Zahlen fiel die Aktie im australischen Handel anfangs um über sieben Prozent. Ein Grund für die Nervosität ist die Chefetage. CEO Amanda Lacaze kündigte nach zwölf Jahren an der Spitze ihren Rückzug an. Sie bleibt bis zum Ende des Geschäftsjahres im Amt.

Der Vorstand sucht nun einen Nachfolger. Dieser personelle Übergang trifft auf eine anspruchsvolle Bewertung der Aktie. Viele der jüngsten operativen Erfolge sind bereits im Kurs eingepreist. Anleger nehmen daher bei makroökonomischen Unsicherheiten oder geopolitischen Risiken schnell Gewinne mit.

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