Lynas Rare Earths Aktie: Über die Hälfte der Produktion abgesichert
Preisvereinbarungen decken mehr als die Hälfte der Produktion; geplante Wartungsstopps in Malaysia und Kalgoorlie belasten das laufende Quartal.

- Aktie verliert am Freitag 0,4 Prozent
- Preisuntergrenzen decken über die Hälfte der Produktion
- NdPr-Ausstoß erreicht 2.082 Tonnen
- Stillstände an zwei Standorten sind geplant
Der Verkaufsdruck bei Lynas Rare Earths stand am Freitag Medienberichten zufolge im Zusammenhang mit einer breiten Schwäche der Metall- und Rohstoffwerte. Die Berichte führten die Bewegung nicht auf eine neue Unternehmensmeldung zurück. Die Aktie schloss am Freitag mit einem Rückgang um 0,4% bei 7,54 €.
Preisuntergrenzen sichern Teile der Produktion ab
Am Mittwoch rückten Medienberichte die kommerziellen Preisuntergrenzen von Lynas in den Blick. Demnach hatte das Unternehmen weder die Vertragspartner noch die vereinbarten Mindestpreise dieser Abkommen offengelegt. Nach Unternehmensangaben deckten Vereinbarungen über Preisuntergrenzen mehr als die Hälfte der Produktion ab.
Vor rund zwei Wochen hatte Lynas für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Bruttoumsatz von A$310,1 Millionen gemeldet. Das entsprach einem Zuwachs von 55% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Laut Reuters erreichte der durchschnittliche Verkaufspreis im Septemberquartal einen Rekordwert von A$102,1 je Kilogramm. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg er um 88%. Die berichteten Verkaufspreise sind dabei von den nicht veröffentlichten Mindestpreisen der kommerziellen Vereinbarungen zu unterscheiden.
Lynas bezifferte die gesamte Produktion von Seltenerdoxiden auf 4.254 Tonnen. Die NdPr-Produktion erreichte nach Unternehmensangaben mit 2.082 Tonnen einen Rekord.
Stillstände belasten die Produktionsplanung
Vor rund zwei Wochen warnte Lynas zugleich, dass geplante Stillstände in Malaysia und Kalgoorlie die Produktion im laufenden Quartal belasten würden. Reuters berichtete, dass die Verarbeitungsanlage in Malaysia im Dezemberquartal für etwa einen Monat schließen sollte.
Für Kalgoorlie war im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 eine zweiwöchige Unterbrechung vorgesehen. Als Anlass nannte der Bericht Arbeiten zur Modernisierung des Stromnetzes. Die angekündigten Produktionsbelastungen betreffen damit beide Standorte.
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