MagForce in den roten Zahlen, die Aktie auch bald?

Der Medizintechnik-Konzern MagForce gab heute die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr bekannt. Der Konzern ist auf dem Gebiet der Nanotechnologie speziell für den onkologischen Bereich tätig.

 

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MagForce war weltweit das erste Unternehmen, das für ein medizinisches Produkt mit Nanopartikeln eine europäische Zulassung erhielt. In so genannten NanoTherm® Therapiezentren steht Patienten in Deutschland diese neuartige Therapie zur Verfügung.

 

Blick nach Amerika

Im März vergangenen Jahres wurde die amerikanische Tochtergesellschaft MagForce USA, Inc. mit Sitz in Nevada gegründet. Ziel ist es, die NanoTherm® Therapie, welche speziell zur Behandlung von Gehirntumoren und Prostatakrebs eingesetzt wird, vor Ort zu entwickeln und im nordamerikanischen Markt einzuführen.

 

MagForce in Deutschland auf dem Vormarsch

Der Ausbau innerhalb Deutschlands geht indes weiter voran. Seit dem 1. Halbjahr dieses Jahres stehen zusätzliche NanoActivator ® Geräte u. a. in Kliniken in Frankfurt und Köln zur Verfügung. Damit sollen alle Patienten in die laufende Post-Marketing-Glioblastom-Studie einbezogen werden. Bis 2017 soll eine kommerzielle Behandlung in diesem Bereich erzielt werden.

Bereits seit Januar 2015 läuft die kommerzielle Behandlung mit der NanoTherm® Therapie. Diese Therapie verfügt über eine CE-Zertifizierung zur Behandlung aller Hirntumore, während die Post-Marketing-Studie nur auf die Indikation von rezidivierenden Glioblastomen beschränkt ist.

 

Personalaufwand wirkt negativ

Mit Ende des vergangenen Geschäftsjahres musste MagForce einen Jahresfehlbetrag von 1 Mio. Euro ausweisen. Dies stellte eine Verbesserung zum Vorjahr um 0,6 Mio. Euro dar und wurde im Vorfeld von dem Unternehmen auch erwartet.

Bereinigt um die Auslizenzierung der Rechte für die NanoTherm ® Therapie in Nordamerika für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 lag dieser Fehlbetrag um 1,2 Mio. Euro über dem des Vorjahres. Dies resultierte aus einem erhöhten Personalaufwand aufgrund von gestiegenen Mitarbeiterzahlen, aber auch aus der Erweiterung des Vorstandes und Bonuszahlungen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag bei -8,7 Mio. Euro. Im Vorjahr betrug das Minus 6,8 Mio. Euro. Gestiegene Aufwendungen zur Finanzierung des operativen Geschäfts schlugen hier zu Buche.

Damit lag die Liquidität von MagForce zum Ende des Geschäftsjahres bei 9,2 Mio. Euro gegenüber 9,3 Mio Euro im Jahr zuvor.

 

Belastungen halten an

Für das laufende Jahr ist es das Ziel, im 3. Quartal insgesamt sechs NanoActivatoren® in Deutschland installiert zu haben. Zudem will der Konzern im 2. Halbjahr eine Kostenerstattungsstrukur für die kommerzielle Behandlung von Hirntumoren mit NanoTherm® neben der privaten Zahlung etablieren.

Unter dem Strich erwartet MagForce jedoch auch für dieses Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag, der über dem des letzten Jahres liegen soll. Dies resultiert aus dem Wegfall von Sondereffekten in 2014 und durch erhöhten Aufwand hinsichtlich der Kommerzialisierung.

 

Aktie hält sich wacker

Die Aktie von MagForce stellt zurzeit ein recht ordentliches Bild dar. Im gestrigen Tagesverlauf stiegen die Papiere um knapp 3%. Dies könnte in Erwartung mit den Zahlen zusammengehangen haben.

150701 Magforce

Diese hätten jedoch besser ausfallen können. Insofern ist heute mit einigen Abschlägen zu rechnen. Kritisch verläuft die Grenze bei ca. 6,60 Euro. Hier ist eine wichtige Unterstützung. Fällt die Aktie darunter, könnte es weiter bergab gehen.

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