Manz, Aixtron, Deutsche EuroShop – Die Verlierer vom 19. Juni 2015

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Die freundliche Stimmung von gestern an der deutschen Börse wich heute wieder einer zunehmenden Bewölkung. Dabei begann der heutige Börsentag im DAX noch mit positiver Grundstimmung, diese drehte jedoch am Nachmittag. Schlussendlich beendete der DAX den heutigen Handelstag mit einem Minus von 0,54% bei 11.040 Punkten. Das Gezerre um einen möglichen Grexit beherrschte auch heute die Märkte, nachdem es – wie sicher die meisten von uns auch erwartet hatten – gestern zu keinem Ergebnisse bei dem Treffen von Griechenland und den Vertretern der EU gekommen war. Somit wurden wir auf kommenden Montag vertröstet. Ein angesetzter Sondergipfel soll nun die Lösung bringen, Griechenland in der Euro-Zone zu behalten.

 

Manz: Kurse sinken weiter

Bereits am gestrigen Tag gehörte Manz zu den Verlierern des Tages. Nach einer kurzen Bewegung nach oben sackten die Papiere wieder ab. Dieser Trend setzte sich heute weiter fort. In der Folge ging es um insgesamt 4,48% auf 69,73 Euro abwärts.

Damit zeigt der Markt auf die gemeldete Übernahme von Kleo, dass ihm diese Signale nicht reichen, um hier eine Trendwende einzuläuten. Nun liegt es an Manz, zu liefern. Die nächste Berichterstattung im Rahmen der Hauptversammlung im Juli wird hier zeigen, wohin die Reise des Unternehmens gehen wird.

 

150619 Manz

 

Aixtron: Neue Aufträge bringen keine Erholung

Für die Papiere des Chipanlagenbauers Aixtron ging es heute weiter bergab. Insgesamt verlor die Aktie bis zum Handelsschluss 4,22% und lag damit bei 6,339 Euro. Auch wurde heute ein neues 4-Wochen-Tief erreicht.

Da half es auch nicht, dass die Analysten der DZ-Bank noch vor einigen Tagen ihre Einschätzung auf Kaufen beibehielten mit einem Kursziel von 9 Euro. Hier geht man von einem positiven operativen Ergebnis im 2. Halbjahr aus.

Anders dagegen die Experten der BNP Paribas. Diese beließen die Aktie von Aixtron auf Neutral mit einem Kursziel von 9,50 Euro. Hier führte man an, dass die Halbleiterindustrie ihre Bestände im 1. Quartal erhöht habe, was sich aber im 2. Quartal wieder umkehren sollte.

Ganz hoffnungslos scheint die Lage bei Aixtron nicht, konnten doch einige neue Aufträge an Land gezogen werden. Das könnte ein Weg aus der Krise sein, aber Vorsicht ist geboten. Selbst wenn sich eine Erholung am LED-Markt abzeichnet, wird dies nicht über Nacht geschehen.

 

150619 Aixtron

 

Deutsche EuroShop: Aktie gerät unter Druck

Der Konzern ist im MDAX gelistet und auf Investitionen in Einkaufszentren spezialisiert. Neben Deutschland ist man auch an Centren in Österreich, Polen und Ungarn beteiligt.

Im 1. Quartal dieses Geschäftsjahres erzielte die Deutsche EuroShop mit 50,6 Mio. Euro an Umsatzerlösen ein Plus von 1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Sowohl das Nettobetriebsergebnis mit 46,1 Mio. Euro und das EBIT mit 44,6 Mio. Euro erreichten jeweils eine Steigerung von 1%. Dabei belief sich das Ergebnis je Aktie auf 0,47%, was einer Steigerung von 12% entspricht.

Die Kurse des Konzern gerieten heute unter die Räder. Insgesamt verlor die Aktie 3,89% und liegt zum Börsenschluss bei 40,20 Euro. Ein Teil dieser Verluste kann sicher dem Dividendenabschlag geschuldet werden. Hier zahlt die Deutsche EuroShop 1,30 Euro je Aktie.

Erst gestern hatte die Sociéte Générale das Kursziel für die Papiere von 54 auf 48 Euro gesenkt. Die Einstufung der Analysten blieb jedoch auf Kaufen. Begründet wurde die Absenkung damit, dass sich die Langfrist-Zinssätze in Europa erholen und damit die Immobilienwerte in der Eurozone unter Druck gerieten.

 

150619 Deutsche Euroshop

 

 

Hier geht es zu den Gewinnern des Tages

 

HINWEIS: Die Tops und Flops beziehen sich auf die deutschen Aktien, die in den vier Hauptindizes DAX, MDAX, SDAX und TecDAX notiert werden.

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