Manz: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Erst vor wenigen Wochen überraschte der Spezialmaschinenbauer Manz den Markt mit der Meldung über eine geplante Zusammenarbeit mit der chinesischen Shanghai Electric Group. Diese wollen mit einer Beteiligung von rund 30% bei Manz einsteigen, welche sich wiederum durch diese Kooperation einen verbesserten Zugang zum chinesischen Markt erhoffen.

© Manz
© Manz

Einige behördliche Genehmigungen stehen derzeit noch aus. Dagegen ist die Entscheidung gefallen, die Sparte Solar, welche zuletzt vermehrt Probleme bereitete, unter diesen neuen Gesichtspunkten weiterzuführen.

Umsatz noch über der Zielspanne

Mit den nun präsentierten Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr präsentierte Manz einen Gesamtumsatz von 222 Mio. Euro und konnte damit die zuletzt angepasste Prognose von 200 bis 210 Mio. Euro noch übertreffen. Zugleich lag der Umsatz deutlich unter dem des Vorjahres mit 305,9 Mio. Euro.

Auftragsstornierungen und –verzögerungen mit einem Volumen von rund 140 Mio. Euro trugen einen erheblichen Anteil an diesem Rückgang. Die Sparte Electronics erwirtschaftete einen Anteil von rund 39,5% am Gesamtumsatz, gefolgt von der Sparte Energy Storage mit 32,8% und der Sparte Solar mit 9,4%.

Manz mit starkem Ergebnisrückgang

Das EBITDA entwickelte sich stark rückläufig und fiel von 13,9 Mio. Euro im Vorjahr auf -41,9 Mio. Euro. Hier zeigten sich deutlich die Auswirkungen des gesunkenen Umsatzes auf der einen Seite und erhöhten Kosten auf der anderen Seite. Allein das ins Leben gerufene Restrukturierungsprogramm kostete Manz rund 15,1 Mio. Euro.

So sank auch das EBIT von -32,8 Mio. Euro im Vorjahr auf -58,2 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag per Ende Dezember bei 42,8% nach 55,2% im Jahr zuvor. Durch die im Rahmen der vorgenannten Zusammenarbeit mit den Chinesen geplante Kapitalerhöhung von rund 43% des Grundkapitals strebt Manz eine entsprechende Stärkung der Liquidität an.

Ambitionierte Ziele

Für das laufende Jahr plant der Konzern eine deutliche Steigerung des Umsatzes. Zugleich soll sich auch das EBIT deutlich verbessern und beim EBITDA unter dem Strich ein ausgeglichenes Ergebnis stehen.

Geht es wieder abwärts?

Die Aktie konnte mit der Nachricht über die geplante Kooperation mit den Chinesen ihren Abwärtstrend zumindest beenden, nachdem eine Bodenbildung bei 22,56 Euro erfolgte. In der Folge gelang ein deutlicher Aufstieg bis auf 43,41 Euro. Das Niveau konnte jedoch nicht gehalten werden.

160330 Manz

Derzeit notieren die Papiere bei 34,50 Euro und die Frage ist, wie der Markt die nun präsentierten Zahlen aufnehmen wird. Vorbörslich sind bisher wieder Verluste zu verzeichnen.

%d Bloggern gefällt das: