Manz erhält neuen Großauftrag – Bietet die Aktie eine günstige Einstiegsgelegenheit?

Diese Nachricht dürfte den Markt erfreuen. Der Spezialmaschinenbauer Manz vermeldete den Erhalt eines Großauftrages von einem US-Unternehmen. Dieser Neukunde ist zugleich der weltweit führende Batteriehersteller.

 

© Manz
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Manz soll im Rahmen dieses Auftrages für rund 12 Mio. Euro eine Produktionslinie zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien liefern. Zugleich beinhaltet der geschlossene Vertrag eine perspektivische Option für weitere Produktionslinien zur Installation in den USA und China.

 

Halbjahreszahlen von Manz überzeugten nicht

Es ist noch gar nicht so lange her, da musste Manz die Stornierung eines Auftrages im Wert von 12 Mio. Euro verkraften. Die Auswirkungen dieser Stornierung und daraus nicht mehr realisierbarer Folgeaufträge drückten die Zahlen für das 1. Halbjahr entsprechend nach unten. Unter dem Strich standen letztlich dann rote Zahlen.

Vorstandschef Dieter Manz zeigte sich verhalten optimistisch. Letztlich ging die Prognose für das Gesamtjahr dahin, dass der Umsatz leicht rückläufig erwartet wird, das EBIT jedoch aller Voraussicht nach im negativen Bereich angesiedelt sein wird.

 

Effekte aus neuem Auftrag noch in diesem Jahr

Der neue Großauftrag wird sich im Hinblick auf Umsatz und Ertrag teilweise noch in diesem Jahr widerspiegeln. Das könnte auch die Erwartungen des Konzerns wieder deutlich aufhellen. Die Sparte Energy Storage gewinnt im Unternehmen immer mehr an Bedeutung.

Bereits in diesem Jahr wurden Neu- und Folgeaufträge in dieser Sparte von rund 100 Mio. Euro verbucht. Für die Kunden spielen die Lebensdauer, die Laufzeit und Sicherheit von Batterien eine zunehmend größere Rolle. Nicht zu vergessen auch der Markt für Elektrofahrzeuge, welcher in der Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen soll.

Gerade hier ist die Batterie ein entscheidendes Element für die Kundenakzeptanz des entsprechenden Fahrzeuges. Bisher spielt der Markt für Elektrofahrzeuge noch eine untergeordnete Rolle. Das liegt zum einen an hohen Anschaffungskosten, aber auch an der immer noch recht geringen Reichweite.

 

Aktie vor dem Richtungswechsel?

Die Aktie des Unternehmens musste in diesem Jahr schon einige Hürden nehmen. Während die Übernahme der KLEO Halbleitertechnik und neue Aufträge für kräftiges Kurswachstum sorgten, führten auf der anderen Seite Auftragsstornierungen und die Gewinnwarnung des Vorstandes zu entsprechenden Abschlägen.

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Lässt man die Turbulenzen am Montag letzter Woche außer Acht, dann hält sich das Niveau derzeit zwischen 62,00 bis 63,00 Euro. Heute rechnen wir hier mit einem Plus und auch die Analysteneinschätzungen der letzten Wochen gingen ausschließlich in eine Richtung. Die Experten waren sich weitgehend einig darüber, dass trotz schwachem 2. Quartal mit einer signifikanten Erholung zu rechnen ist und empfahlen die Papiere zum Kauf bei Kurszielen von 86,00 bis 90,00 Euro. Damit wären hier erhebliche Gewinne möglich, wenn man das derzeit günstige Kursniveau für einen Einstieg nutzt..

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