Manz mit herbem Gewinneinbruch, droht jetzt der totale Absturz?

Das Auf und Ab der Aktie des Spezialmaschinenbauers Manz hält unvermindert an. Die letzten Monate waren hier von starken Kurssprüngen geprägt, die nicht unbedingt fundamental begründet waren. Mit Vorlage der Zahlen zum 1. Halbjahr dürfte sich dieser Trend heute wieder verstärken.

 

© Manz
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Auftragsstornierung belastet

Bereits der Start in das neue Jahr verlief beim Spezialmaschinenbauer etwas holprig und war durch eine hohe Volatilität geprägt. Jetzt belasteten die Stornierung eines Auftrages im Wert von ca. 12 Mio. Euro und entsprechend daraus nicht mehr realisierbare Folgeaufträge im höheren zweistelligen Millionenbereich die Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Damit lag der Umsatz im 1. Halbjahr mit 121,9 Mio. Euro deutlich unter dem des Vorjahreszeitraumes mit 163,6 Mio. Euro. Das EBITDA blieb mit -6,7 Mio. Euro in den roten Zahlen, nachdem im Vorjahr noch ein Plus von 13,2 Mio. Euro ausgewiesen werden konnte. Auch das EBIT ging stark von 1,2 Mio. Euro im Vorjahr auf aktuell -12,9 Mio. Euro zurück.

 

Manz mit verhaltenen Aussichten

Entsprechend zurückhaltend zeigte sich Vorstandschef Dieter Manz. Obwohl zwar das 1. Halbjahr deutlich unter den eigenen Erwartungen lag, sieht er für die 2. Jahreshälfte eine gute Basis für eine bessere Geschäftsentwicklung. Eine Grundlage hierfür bildet dabei der Auftragsbestand von rund 100 Mio. Euro.

Für das 2. Halbjahr erwartet der Vorstand einen moderat leicht rückläufigen Umsatz gegenüber dem Vorjahr, jedoch ein voraussichtlich negatives EBIT, wenngleich auch besser als zuletzt.

 

Hält die nächste Unterstützung?

Ob diese Aussagen den Marktteilnehmern reichen werden, um der Aktie wieder auf die Sprünge zu helfen, bleibt ungewiss. Immerhin musste man dieses Jahr schon einiges verkraften. Auftragsstornierungen führten zu einer Gewinnwarnung, was die Papiere von Manz deutlich nach unten rutschen ließ.

150811 Manz

Der Eingang neuer Großaufträge und die Übernahme der KLEO Halbleitertechnik sorgten auf der anderen Seite für erhebliche Kurssteigerungen, da der Markt regelrecht nach positiven Nachrichten lechzte.

In Erwartung der heutigen Zahlen zogen die Papiere gestern noch einmal an und lagen mit 2,7% im Plus. Vorbörslich machen sich heute jedoch erste Verluste bemerkbar und es ist damit zu rechnen, dass diese weiter ausgebaut werden könnten. Die nächste Unterstützung ist hier bei 68,00 Euro angesiedelt.

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