Manz: Trendwende spätestens in 2017?

Der Maschinenbauer Manz hat bei seinen Neunmonatszahlen wie erwartet erneut einen deutlichen Verlust ausgewiesen. Dieser liegt zwar etwas unter dem Vorjahresniveau, auf die Trendwende wartet das Unternehmen aber weiterhin. Die Aktie reagierte jedoch nicht geschockt auf die Zahlen. Denn zum einen sind diese keine Überraschung, zum anderen könnte es für den Hersteller von Maschinen für die Batterie- und Solar-Industrie bald tatsächlich wieder aufwärts gehen.

© Manz
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Der Umsatz der Manz AG ist in den ersten neun Monaten von 2016 im Vergleich zum Vorjahr minimal geschrumpft – von 168,9 auf 167,3 Millionen Euro. Unterm Strich blieb ein Verlust von 30,9 Millionen Euro. Das ist immerhin etwas weniger als im Vorjahreszeitraum mit 33,8 Millionen Euro.

Die schwachen Zahlen sind hauptsächlich mit der Stornierung eines großen Auftrags im Batterie-Geschäft im Sommer zu begründen. Auch in 2015 musste das Unternehmen aus Reutlingen bereits einen solchen Stornierungs-Rückschlag verkraften.

Manz: Alles besser in 2017?

Die Konzernspitze verbreitet trotz der Zahlen Optimismus: Vor allem die strategische Zusammenarbeit mit Shanghai Electric soll Manz neuen Rückenwind verleihen. Die Chinesen halten inzwischen knapp 20 Prozent der Anteilsscheine des Maschinenbauers.

Daneben stehen laut Vorstandschef Dieter Manz weitere Kooperationen mit asiatischen Partnern im Raum. Diese sollen mit einem neuen Großauftrag und Kosteneinsparungen im Forschungsbereich verbunden sein. Laut Konzern handelt es sich bei den möglichen Partnern um „sehr große Unternehmen“.

Aktie braucht wieder gute Nachrichten

Für die Aktie haben die Zahlen aus den ersten neun Monaten von 2016 keine großen Auswirkungen gehabt. Das Papier dümpelt weiterhin bei etwas mehr als 32 Euro herum. Vor allem angesichts des Höhenflugs zwischen 2013 und 2015 (das Allzeithoch aus 2015 liegt bei über 90 Euro) ist großes Potenzial vorhanden - zumindest wenn das Unternehmen wieder nachhaltig in die Gewinnzone rutscht.

Sollte die Konzernspitze Recht behalten und 2017 die Ertragswende erreichen, ist eine Trendwende auch für die Manz-Aktie wahrscheinlich. Langfristig wird entscheidend sein, wie gut die neuen Kooperationen funktionieren und wie regelmäßig große Aufträge in Reutlingen eingehen. Denn bei einem recht volatilen Geschäftsfeld kann es auch zukünftig zu größeren Schwankungen bei dem Titel kommen.

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