Marinomed Biotech Aktie: Sanierung wegen Unither
Marinomed Biotech beantragt gerichtliches Sanierungsverfahren nach gescheiterten Verhandlungen mit Unither Pharmaceuticals.

- Gerichtliches Sanierungsverfahren beantragt
- Unither-Deal über 15 Millionen geplatzt
- Aktie steigt trotz Krise um 33 Prozent
- Rechtliche Schritte gegen Partner geplant
Marinomed Biotech steht mit dem Rücken zur Wand. Das Unternehmen will ein gerichtliches Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragen. Die Nachricht löste an der Börse eine heftige Reaktion aus.
Der Grund für die Notlage:
Geplatzte Deals und leere Kassen
Der Partner Unither Pharmaceuticals brach die Verhandlungen ab. Vereinbarte Zahlungen von bis zu 15 Millionen Euro aus dem Carragelose-Verkauf blieben aus. Diese Summe war fest für Februar 2025 eingeplant. Ohne dieses Kapital droht nun die Zahlungsunfähigkeit.
Marinomed wollte mit dem Geld Kredite bei der Europäischen Investitionsbank bedienen. Jetzt übernimmt ein gerichtlich bestellter Sanierungsverwalter die Kontrolle. Das Management will die finanzielle Stabilität durch einen neuen Plan absichern.
Parallel dazu plant das Unternehmen rechtliche Schritte gegen Unither Pharmaceuticals. Hoffnung setzen die Verantwortlichen auch auf die Marinosolv-Plattform. Das Compounding-Geschäft soll künftig weitere Einnahmen liefern.
Die Aktie stieg heute um 32,89 Prozent auf 5,05 Euro. Trotz dieser kurzfristigen Erholung bleibt die langfristige Bilanz verheerend. Seit Jahresbeginn verlor das Papier 73,56 Prozent an Wert.
Ausblick und Verpflichtungen
Analysten von First Berlin stufen die Aktie nun als „Under Review“ ein. Sie werten den Sanierungsantrag als notwendiges Instrument zur Krisenbewältigung. Marinomed muss nun kurzfristige Engpässe überwinden, um den Betrieb zu sichern.
Der Zeitplan für die Rückzahlungen ist eng. Im November 2026 werden 1,45 Millionen Euro fällig.
Weitere 2,37 Millionen Euro muss das Unternehmen im Mai 2027 tilgen.
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