Marriott Aktie: Jahresprognose ist deutlich höher geschraubt
Höhere Zimmererlöse und gestiegene Gewinne begleiten Marriotts angehobene RevPAR-Prognose für 2026.

- RevPAR weltweit um 6,5 Prozent gestiegen
- Nordamerika verzeichnete 7,4 Prozent Zuwachs
- Bereinigtes EBITDA stieg um 12 Prozent
- Rund 20.100 Zimmer netto hinzugekommen
Marriott erhöht nach einem kräftigen dritten Quartal 2026 seine Jahresprognose. Die heute veröffentlichten Ergebnisse zeigen vor allem in den USA und Kanada eine robuste Nachfrage. Für Anleger ist damit nicht allein der Gewinnanstieg entscheidend: Das Unternehmen erwartet auch für das Schlussquartal weiteres Wachstum bei den Zimmererlösen.
Nordamerika treibt die Zimmererlöse
Weltweit stieg der Zimmererlös je verfügbarem Zimmer, kurz RevPAR, um 6,5% gegenüber dem Vorjahresquartal. In den USA und Kanada betrug das Plus 7,4%. Die internationalen Märkte legten um 4,4% zu.
Damit kam der stärkere Wachstumsbeitrag aus dem nordamerikanischen Geschäft. Die internationalen Märkte unterstützten die Entwicklung ebenfalls, blieben beim Wachstumstempo aber hinter den USA und Kanada zurück.
Laut Reuters hebt Marriott die Prognose für das weltweite RevPAR-Wachstum im Gesamtjahr auf 4,5–5% an. Zuvor hatte das Unternehmen einen Anstieg um 3–3,5% erwartet.
Die neue Prognose signalisiert, dass Marriott die robuste Reisenachfrage nicht als reinen Quartalseffekt einordnet. Die Aktie gewinnt heute 2,5%; der Markt reagiert damit positiv auf Ergebnisse und Ausblick.
Gewinn legt stärker zu als Umsatz
Der Quartalsumsatz erreichte 7,005 Mrd. $ und lag damit um 8% über dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn belief sich auf 794 Mio. $.
Nicht nur die Erlöse entwickelten sich positiv. Auch die Ergebniskennzahlen zeigen eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Das ist für die Einordnung der angehobenen Prognose wichtig: Der höhere Ausblick folgt auf tatsächlich gestiegene Gewinne.
Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 12% auf 1,512 Mrd. $. Der Nettogewinn wuchs um 9%.
Beide Ergebnisgrößen legten damit stärker zu als der Umsatz. Die operative Entwicklung beschränkt sich folglich nicht auf höhere Zimmererlöse, sondern schlägt sich auch im Ergebnis nieder.
Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 3,02 $. Nach Angaben von AP übertraf Marriott damit den von Zacks ermittelten Analystenkonsens von 2,86 $.
Ausbau und Schlussquartal stützen den Ausblick
Neben der Nachfrage trägt der Ausbau des Zimmerangebots zur Wachstumsperspektive bei. Marriott ergänzte im Quartal netto rund 20.100 Zimmer. Zum Quartalsende umfasste die Entwicklungspipeline über 634.000 Zimmer.
Diese Pipeline steht für geplante Entwicklung und nicht für bereits eröffnetes Angebot. Für Anleger sind deshalb die laufenden Nettozugänge der unmittelbarere Beleg dafür, dass Marriott seine Zimmerbasis tatsächlich erweitert.
Für das vierte Quartal 2026 erwartet Marriott ein RevPAR-Wachstum von 4,5–5%. Das Unternehmen rechnet somit auch nach dem starken Berichtsquartal mit steigenden Zimmererlösen.
Die Jahresprognose erhält dadurch eine konkrete operative Grundlage. Entscheidend bleibt, ob Marriott die erwartete Nachfrage im Schlussquartal in weitere Ergebniszuwächse übersetzen kann.
Für das Gesamtjahr 2026 stellt Marriott einen bereinigten Gewinn von 12,07–12,14 $ je Aktie in Aussicht. Die Kombination aus höherem RevPAR-Ausblick, gestiegenem Quartalsgewinn und zusätzlichen Zimmern bildet den Kern der positiven Neubewertung.
Stand heute, 2. November: Marriott – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Marriott investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 2. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




