Marvell: Datacenter-Vernetzung soll 1 Milliarde bringen
Marvell Technology profitiert von KI-Boom: Analysten heben Kursziele an, das Management peilt bis 2028 eine Milliarde Dollar Umsatz mit Datacenter-Vernetzung an.

- Aktie erholt sich um über zwölf Prozent
- Analysten sehen Kurspotenzial bis 400 Dollar
- Umsatzprognose auf 16,5 Milliarden Dollar angehoben
- Neue 1,6-Terabit-Module für Rechenzentren vorgestellt
Marvell Technology meldet sich zurück. Die Aktie legt binnen sieben Handelstagen um 12,32 Prozent zu und schließt gestern bei 184,90 Euro, ein Plus von 1,19 Prozent. Hinter der Erholung steckt mehr als eine reine Gegenbewegung: Analysten heben ihre Kursziele an, und das Management gibt eine deutlich ambitioniertere Umsatzprognose aus.
Analysten sehen deutlich höheres Kurspotenzial
Zum 22. Juli 2026 liegt das durchschnittliche Zwölfmonats-Kursziel für Marvell bei 240,48 US-Dollar. Das ergibt sich aus dem Konsens von 29 Analysten. Einzelne Schätzungen reichen bis zu 400 US-Dollar. Die Mehrheit der Bewertungen bleibt bei „Kaufen“.
Marktbeobachter führen die jüngste Kursbewegung auf eine Rückkehr des Kapitals in Aktien mit Bezug zur KI-Infrastruktur zurück. Institutionelle Investoren setzen zunehmend auf Marvells Position bei Netzwerktechnik und kundenspezifischen Chips. Hyperscaler bauen ihre Rechenzentren aus, um die nächste Generation von KI-Anwendungen zu bedienen — und genau dort will Marvell liefern.
Datacenter-Vernetzung soll zur Milliarden-Sparte werden
Ein zentraler Baustein der Wachstumsstrategie ist die optische Vernetzungstechnik. Marvell hat kürzlich die nach eigenen Angaben ersten sicheren 1,6-Terabit-ZR- und ZR+-Module für die Datacenter-Vernetzung vorgestellt. Angetrieben werden sie von einer neuen kohärenten Zwei-Nanometer-DSP-Plattform, die aktuell in die Sampling-Phase geht.
Das Management hat für dieses Geschäftsfeld einen klaren Fahrplan vorgelegt. Bis zum Geschäftsjahr 2028 soll die annualisierte Umsatzrate auf eine Milliarde US-Dollar steigen. Das wäre eine Verdopplung gegenüber den rund 500 Millionen US-Dollar, die dieser Bereich im Geschäftsjahr 2026 einbrachte. Für Rechenzentren, die riesige KI-Cluster mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz verbinden müssen, ist genau das gefragt.
Konzernumsatz soll auf 16,5 Milliarden Dollar klettern
Marvell hat seine Finanzprognose insgesamt nach oben korrigiert. Der Konzernumsatz soll im Geschäftsjahr 2028 bei etwa 16,5 Milliarden US-Dollar liegen. Treiber ist unter anderem das Interconnect-Geschäft, das im laufenden Geschäftsjahr 2027 um mehr als 70 Prozent wachsen soll.
Zugekauft hat Marvell ebenfalls: Die Übernahmen von Celestial AI und XConn Technologies erweitern das Portfolio um Silizium-Photonik und CXL-Switching-Technik. Beide Felder gelten als Schlüsseltechnologien für die nächste Generation vernetzter Rechenzentren.
Parallel zum Wachstumskurs hält der Konzern an seiner Ausschüttungspolitik fest. Die nächste Quartalsdividende von 0,06 US-Dollar je Aktie wird am 30. Juli 2026 gezahlt, der Ex-Dividenden-Tag war bereits der 10. Juli.
Kurs bleibt deutlich unter altem Rekordhoch
Trotz der jüngsten Erholung notiert Marvell noch 36,32 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 290,35 Euro, erreicht Anfang Juni 2026. Der RSI von 43,3 zeigt: Die Aktie hat die überverkaufte Zone verlassen, ohne bereits überkauft zu sein. Es bleibt also Luft nach oben, aber auch Risiko nach unten.
Der nächste wichtige Termin ist der Quartalsbericht Ende August. Dann zeigt sich, ob Marvell sein Tempo bei kundenspezifischen KI-Chips und der 800G/1,6T-Netzwerktechnik tatsächlich halten kann.
Marvell Technology-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Marvell Technology-Analyse vom 23. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Marvell Technology-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Marvell Technology-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Marvell Technology: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




