Marvell Technology Aktie: AI Infra Summit in Santa Clara
Marvell verbindet starke Quartalszahlen mit hohen KI-Umsatzzielen und präsentiert kommende Woche in Santa Clara Lösungen für Rechenzentren.

- Auftritt beim AI Infra Summit
- Rechenzentrumsumsatz wächst um 46 Prozent
- Saudi-Zentralbank erhöht Beteiligung deutlich
- Aktie bleibt unter dem 52-Wochen-Hoch
Marvell Technology tritt kommende Woche, vom 15. bis 17. September, beim AI Infra Summit 2026 in Santa Clara auf und stellt dort sein Portfolio für Konnektivität und Speicherlösungen in KI-Rechenzentren vor. Der Auftritt fällt in eine Phase, in der der Chipkonzern seine langfristige Wachstumsstory bei institutionellen Anlegern und Investoren weiter untermauert.
Bereits auf der Citi 2026 Global TMT Conference Anfang September bekräftigte Marvell seine ambitionierten Ziele: Für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 zusammen peilt das Unternehmen einen Umsatz von 30 Milliarden Dollar an, allein der Bereich Rechenzentren soll im kommenden Jahr zwischen 15 und 16 Milliarden Dollar beisteuern. Untermauert wird diese Erwartung durch eine Vorauszahlung in Höhe von 1 Milliarde Dollar, mit der sich Marvell Lieferkapazitäten sichert.
KI-Ökosystem als Wachstumstreiber
Firmenchef Matt Murphy verwies zuletzt auf die Bedeutung der Partnerschaften mit Nvidia und Google für den langfristigen Kursanstieg der Aktie. Die Kooperation mit Google im August und die Zusammenarbeit mit Nvidia seit März gelten als zentrale Bausteine der Wachstumsstrategie im Bereich kundenspezifischer KI-Chips.
Auch operativ liefert Marvell derzeit ab: Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 stieg der Umsatz um 36,5 Prozent auf 2,74 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie lag bereinigt bei 0,94 Dollar. Der Bereich Rechenzentren wuchs um 46 Prozent auf 2,17 Milliarden Dollar – das KI-Geschäft gilt als boomend, Photonik wird als möglicher nächster Wachstumstreiber gehandelt.
Die Aktie hatte nach der Vorlage dieser Zahlen vor gut einer Woche zunächst nachgegeben, weil Anleger sich am zeitlichen Verlauf der Google-bezogenen Chip-Umsätze störten. Seither hat sich das Papier um 5,6 Prozent erholt. Am Freitag legte der Kurs um 4,1 Prozent auf 203,30 Euro zu, über 30 Tage steht ein Plus von 7,8 Prozent zu Buche.
Institutionelle Investoren bauen Position aus
Auch außerhalb der Wall Street wächst das Interesse an Marvell. Die saudische Zentralbank stockte ihre Beteiligung im zweiten Quartal um 90,7 Prozent auf, sie hält nun 59.682 Aktien im Wert von rund 17,8 Millionen Dollar. Eine solche Aufstockung durch einen staatlichen Akteur unterstreicht das Vertrauen in die langfristige Positionierung des Unternehmens im KI-Infrastrukturmarkt.
Mit Blick auf die Bewertung bleibt die Aktie trotz der jüngsten Erholung deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 290,35 Euro vom 3. Juni – der Abstand beträgt 30 Prozent. Gegenüber dem 52-Wochen-Tief von 56,45 Euro aus dem vergangenen September hat sich der Kurs dagegen mehr als verdreifacht.
Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 179 Prozent zu Buche, ein Wert, der die hohen Erwartungen an das KI-Geschäft widerspiegelt – und zugleich die Messlatte für künftige Quartale hochhält.
Der bevorstehende Auftritt in Santa Clara dürfte für Anleger ein Gradmesser sein, wie glaubwürdig Marvell seine milliardenschweren Wachstumsziele im Rechenzentrumsgeschäft weiter untermauern kann.
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