Masterflex steht nicht auf dem Schlauch

Der Hersteller von Hightech-Schläuchen und Verbindungssystemen musste im ersten Quartal 2015 einen leichten Ergebnisrückgang hinnehmen. Unabhängig davon dürfte der Konzern langfristig auf Wachstumskurs bleiben, zumal sich mehrere Innovationen in der Entwicklungspipeline befinden.

 

© Pixabay
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Im ersten Quartal 2015 steigerte Masterflex den Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,8% auf 16,8 Mio. Euro. Beigetragen haben zu diesem Umsatzwachstum alles Marken von Masterflex und fast alle Standorte. Leider verringerte sich das EBIT im Berichtszeitraum um 0,4 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies laut Vorstandschef Dr. Andreas Bastin auf einen Anstieg der Personalkosten und Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten.

 

Weitere Innovationen bei Masterflex in Sicht

Erfreulicherweise punktet Masterflex mit einer großen Innovationskraft. Beispielsweise hat das Unternehmen im vergangenen Jahr den Master-PUR Trivolution auf den Markt gebracht. Dieser Spiralschlauch ist antistatisch, mikrobenresistent, und schwer entflammbar. Weitere Neuheiten sollen mittelfristig auf den Markt kommen, was sich auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung positiv auswirken wird.

 

Gut diversifizierter Kundenstamm

Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil von Masterflex ist die hohe Beratungskompetenz der Vertriebsmitarbeiter. Darüber hinaus ist es positiv zu werten, dass nicht nur zyklische Unternehmen wie Maschinenbauer und Automobilproduzenten zu den Kunden zählen, sondern auch weitgehend konjunkturunabhängige Hersteller von Medizintechnik und Lebensmitteln.

 

Markt für Hightech-Schläuche bietet großes Wachstumspotenzial

Das Wachstum von Masterflex würde Dr. Bastin auch durch eine Akquisition vorantreiben, sofern ein passender Übernahmekandidat zu einem angemessenen Preis zu haben ist. Lohnen würde sich ein Zukauf zu einem fairen Preis auf jeden Fall, denn das weltweite Volumen des Marktes für Hightech-Schläuche beträgt zwei Milliarden Euro.

Aktienkurs steckt in einem Seitwärtstrend fest

Analysten erwarten bei Masterflex im nächsten Jahr eine Steigerung des Gewinns je Aktie von 0,42 auf 0,49 Euro. Somit errechnet sich ein 2016er-KGV von 14,1. Der Anteilschein ist also nicht überbewertet. Allerdings steckt der Kurs seit November 2013 in einem Seitwärtstrend fest. Daran dürfte sich in den kommenden Monaten nichts ändern, weswegen nur langfristig orientierte Anleger einen kleinen Betrag in Masterflex-Aktien investieren sollten.

150703 Masterflex

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