MAX Automation: Starke Gewinnsteigerung – Chance zum Einstieg?

Der Hightech-Maschinenbauer MAX Automation konnte im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres an den Erfolg des Vorjahres nahtlos anknüpfen. Insbesondere die Sparte Umwelttechnik legte um mehr als 27% beim Umsatz zu und erreichte damit 63,4 Mio. Euro.

 

© industrieblick – Fotolia
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In den ersten drei Monaten lag der Konzernumsatz bei 170,5 Mio. Euro und damit 4,3% über dem des Vorjahreszeitraumes. Die Auftragseingänge erreichten mit einem Plus von 9,5% insgesamt 176 Mio. Euro. Um 7,8% auf 163,5 Mio. Euro kletterte der Orderbestand per Ende Juni. Die Book-to-bill-Ratio erreichte 1,03.

 

EBIT mit sattem Plus

Insgesamt lag das operative Konzernergebnis von MAX Automation vor PPA-Abschreibungen bei 7,6 Mio. Euro nach 3,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBIT nach PPA-Abschreibungen stieg um mehr als das Dreifache von 1,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 5,3 Mio. Euro.

Nachdem im Vorjahr ein Periodenergebnis von -0,4 Mio. Euro in den Büchern stand, konnte MAX Automation diesen Wert wieder mit 2,3 Mio. Euro in die schwarzen Zahlen bringen. Aufgrund der Dividendenzahlung für das vergangene Geschäftsjahr sank das Eigenkapital leicht von 99,8 Mio. Euro per Ende Dezember auf 98,3 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag mit 32% jedoch immer noch über der selbst gesetzten Marke von mindestens 30%.

 

MAX Automation mit neuer Finanzstruktur

MAX Automation hat Ende Juni die Finanzierung des Konzerns auf völlig neue Füße gestellt. Dazu vereinbarte man einen Konsortialkredit von 150 Mio. Euro mit fünf Banken. Die Laufzeit des Kredites ist auf 5 Jahre festgelegt mit zwei Optionen zur Verlängerung.

Durch den neuen Kredit wurde der bisherige abgelöst, was Sicherheiten für den Konzern und seine Töchter freisetzte. MAX Automation will durch diese neue Finanzierungsstruktur und ein verbessertes Working Capital-Management die Zinsaufwendungen bis zu 1 Mio. Euro jährlich reduzieren.

 

Vorstand bleibt positiv gestimmt

Der Ausblick für das restliche Geschäftsjahr wurde vom Vorstand bestätigt. Danach erwartet MAX Automation einen Konzernumsatz von 360 bis 380 Mio. Euro und ein EBIT vor PPA-Abschreibungen in einer Spanne von 20 bis 22 Mio. Euro.

 

Bietet die Aktie eine günstige Einstiegsgelegenheit?

Im Vorfeld der Zahlen legte die Aktie von MAX Automation bis zum gestrigen Handelsschluss um 1,46% auf 5,48 Euro zu. Mitte Juli konnte der Wert nach einer starken Aufwärtsbewegung ein neues Jahreshoch bei 5,94 Euro markieren.

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In der Folge kam es zu Gewinnmitnahmen und einigen erneuten Versuchen in Richtung Jahreshoch, welche jedoch an dem starken Widerstand bei 5,80 Euro mehrfach scheiterten. Anfang der Woche war die Stimmung unter den Anlegern eher negativ, was zu einem starken Kursrückgang bis auf 5,26 Euro führte. Davon konnte nun bereits ein Teil wieder aufgeholt werden.

Für den heutigen Börsentag gehen wir von einem weiterhin steigenden Kurs aus. Das derzeit niedrige Niveau bietet dabei eine günstige Gelegenheit zum Einstieg. Der Konzern verfügt über sehr gutes Wachstumspotenzial und hat sich gerade im Bereich des Hightech-Maschinenbaus sehr gut etabliert. Dazu kommt eine attraktive Bewertung. Gemäß Analystenschätzungen sollte der Gewinn je Aktie für das kommende Jahr bei 0,45 bis 0,62 Euro liegen, was einem KGV für 2016 von 8,6 entspräche.

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