MaxLinear Aktie: 571 Prozent seit März 2026
MaxLinear profitiert von KI-Rallye mit 5,57% Kursplus. Optik-Produkte für Rechenzentren legen um 136% zu, doch operative Verluste belasten.

- Kursplus von 5,57 Prozent am Freitag
- Optik-Geschäft für KI wächst rasant
- Operative Verluste von 81 Millionen Dollar
- Umsatzprognose für Q2 bei bis zu 170 Millionen
Es war ein Freitag mit Signalwirkung: Die Aktie des Chipherstellers MaxLinear schoss um 5,57 Prozent auf 86,00 Euro nach oben. Auslöser war ein breiter Aufschwung im KI-Infrastruktursektor. Spezialisierte Halbleiterfirmen, die auf extrem schnelle Datenbewegungen setzen, schlagen derzeit die traditionellen Cloud-Riesen – zumindest in der Wertschöpfung.
Optik-Geschäft als Turbo
Der Kurs hat sich in den vergangenen 30 Tagen um 9,19 Prozent erholt. Noch beeindruckender: Vom 52-Wochen-Tief bei 12,80 Euro aus dem März 2026 geht es um satte 571 Prozent nach oben. Ein Teil dieser Rallye hat das Unternehmen seiner Position im KI-Rechenzentrumsmarkt zu verdanken.
Die Zahlen untermauern diesen Trend. In den letzten zwölf Monaten stieg der Umsatz um 41 Prozent. Besonders die optischen Datenzentrumsprodukte für KI laufen heiß: Im ersten Quartal 2026 legten sie im Jahresvergleich um 136 Prozent zu.
Das passt zu einer Analyse von UBS. Die Bank erwartet, dass der Wert der KI-Infrastruktur von 200 Milliarden Dollar im Jahr 2023 auf 1,4 Billionen Dollar im Jahr 2027 steigt.
Partnerschaften gegen die Verluste
MaxLinear hat in den vergangenen Monaten strategisch zugepackt. Das Unternehmen arbeitet mit GCT Semiconductor an neuen 5G-Festnetz-Gateways. Hinzu kommt eine Kooperation mit Edgecore, um die Präsenz in 5G und Datenzentren zu erweitern.
Doch die Aktie ist kein Selbstläufer. Trotz einer Kursverdopplung innerhalb von sechs Monaten schreibt MaxLinear operativ rote Zahlen. Der GAAP-Betriebsverlust der letzten zwölf Monate liegt bei 81 Millionen Dollar, die Marge bei minus 16 Prozent. Ein Rechtsstreit mit Silicon Motion um 160 Millionen Dollar belastet zusätzlich.
Die Nicht-GAAP-Zahlen sehen besser aus. Im ersten Quartal übertraf MaxLinear mit einem Gewinn je Aktie von 0,22 Dollar die Analystenerwartungen um 69 Prozent. Der Umsatz lag bei 137,2 Millionen Dollar. Für das zweite Quartal 2026 stellt das Management einen Umsatz von 160 bis 170 Millionen Dollar in Aussicht.
Der RSI von 53 signalisiert aktuell eine neutrale Lage. Die 30-Tage-Volatilität von 130 Prozent zeigt jedoch, wie heftig die Kursausschläge sein können. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 112,90 Euro beträgt knapp 24 Prozent – Luft nach oben ist also da. Die Frage ist, ob das Wachstumstempo reicht, um die Verluste nachhaltig zu decken.
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