McCormick Aktie: Margen überzeugen Anleger
McCormick übertrifft beim bereinigten Gewinn die Analystenschätzung und hält an der Jahresprognose fest; der Unilever-Deal bleibt geplant.

- Umsatz erreicht 2,02 Milliarden Dollar
- Übernahme liefert 14 Prozentpunkte Wachstum
- Bereinigte Bruttomarge steigt um 180 Basispunkte
- Unilever-Abschluss bis Mitte 2027 erwartet
Ein Umsatzplus von 17 Prozent, aber nur knapp zwei Prozent organisches Wachstum: McCormick legt für das dritte Quartal Zahlen vor, die auf den ersten Blick zwiespältig wirken. Der Markt sieht vor allem das Positive. Vorbörslich legte die Aktie um etwa fünf Prozent zu, nachdem sie am Vortag rund vier Prozent verloren hatte.
Zukauf treibt den Umsatz
Der Umsatz stieg auf 2,02 Milliarden Dollar und übertraf die Erwartungen von rund 1,98 Milliarden Dollar. Den Löwenanteil des Plus lieferte die Übernahme der Mehrheit an McCormick de Mexico, die im Januar abgeschlossen wurde. Sie steuerte 14 Prozentpunkte zum Wachstum bei. Organisch legte der Konzern um 1,9 Prozent zu, getragen von Preiserhöhungen, während Absatzmenge und Produktmix leicht nachgaben.
Die Profitabilität verbesserte sich spürbar. Die bereinigte Bruttomarge stieg um 180 Basispunkte auf 39,3 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,86 Dollar deutlich über der Analystenschätzung von 0,76 Dollar und knapp über dem Vorjahreswert.
Der ausgewiesene Gewinn sieht anders aus: Er sank auf 0,36 Dollar je Aktie, nach 0,84 Dollar im Vorjahr. Sonderbelastungen von 0,50 Dollar je Aktie drückten das Ergebnis, darunter Transaktions- und Integrationskosten sowie eine Abschreibung auf ein gestopptes Pfeffer-Projekt in Malaysia.
Prognose bestätigt, Unilever-Deal im Plan
Für das Gesamtjahr bestätigt das Management seine Ziele. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 3,05 und 3,13 Dollar liegen. Konzernchef Brendan Foley verweist auf Produktivitätsprogramme, die höhere Rohstoff- und Frachtkosten ausglichen.
Zugleich treibt McCormick die geplante Kombination mit dem Lebensmittelgeschäft von Unilever voran. Die Integrationsplanung liege im Zeitplan, die Zulassungsanträge seien fristgerecht eingereicht.
Der Abschluss wird bis Mitte 2027 erwartet, vorbehaltlich üblicher Bedingungen und behördlicher Genehmigungen. Das Management stellt in den ersten zwölf Monaten danach eine Gewinnsteigerung je Aktie im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht.
Die Nachfrage nach Gewürzen und Saucen wie Cholula und Frank’s RedHot profitiert davon, dass Verbraucher häufiger zu Hause kochen. Hinzu kommt der Trend zu intensiveren Geschmäckern im Zuge der GLP-1-Abnehmmittel.
Kursdruck als Hintergrund
Die Aktie hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Zuletzt schloss sie bei 46,40 Dollar, in zwölf Monaten ergibt das ein Minus von rund 32 Prozent. In den vergangenen 90 Tagen gab es zudem zehn negative und keine positiven Gewinnrevisionen. Die Erleichterung nach den Zahlen fällt deshalb auch als Gegenbewegung aus.
Bis Mitte 2027 stehen nun die behördlichen Freigaben für den Unilever-Zusammenschluss im Mittelpunkt, zu dem die britische Wettbewerbsbehörde bereits eine Prüfung eingeleitet hat.
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