McCormick Aktie: Toms Capital drängt auf Tempo

Aktivistischer Hedgefonds drängt McCormick zur Beschleunigung der 65-Milliarden-Fusion mit Unilever. Der Aktienkurs erholt sich leicht, bleibt aber im Minus.

Die Kernpunkte:
  • Toms Capital steigt bei McCormick ein
  • Druck auf Fusion mit Unilever steigt
  • Aktie erholt sich leicht auf 40,90 Euro
  • KGV von 7,7 unter historischem Schnitt

Der Gewürzriese McCormick bekommt ungebetenen Besuch im Aktionärskreis. Der aktivistische Hedgefonds Toms Capital Investment Management hat sich eine bedeutende Position beim US-Konzern gesichert. Damit steigt der Druck auf das Management in Maryland, die Mammut-Fusion mit der Lebensmittelsparte von Unilever schneller voranzutreiben.

Benjamin Pass, der Kopf hinter Toms Capital, stieg bereits im zweiten Quartal 2026 bei McCormick ein. Die genaue Höhe der Beteiligung ist bisher nicht bekannt. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Signal, dass die Geduld der Investoren mit dem aktuellen Zeitplan schwindet.

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Druck auf den Zeitplan

Die geplante Verschmelzung mit dem Unilever-Geschäft hat ein Volumen von 65 Milliarden Dollar. Bisher rechnet der Vorstand erst Mitte 2027 mit einem Abschluss der Transaktion. Diese lange Hängepartie belastet den Kurs, da regulatorische Hürden und Abstimmungsprozesse wie ein Mühlstein auf der Bewertung liegen.

An der Börse sorgte die Nachricht für eine leichte Erholung. Die Aktie schloss am Freitag bei 40,90 Euro, was einem Plus von 1,69 Prozent entspricht. Dennoch bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn mit einem Minus von fast 29 Prozent belastet.

Bewertung am Boden

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 7,7 notiert das Papier deutlich unter seinem historischen Durchschnitt. Investoren preisen derzeit hohe Risiken bei der Integration von Marken wie Knorr oder Hellmann’s ein. Das neue Unternehmen soll nach dem Zusammenschluss einen Jahresumsatz von rund 20 Milliarden Dollar erzielen.

Parallel dazu baut McCormick die Führungsebene um. Cindy Hoots, ehemals Digital-Expertin bei AstraZeneca, rückt in das Board of Directors auf. Ein neu ernannter Chief Integration Officer soll die Zusammenführung der Portfolios koordinieren und die versprochenen Synergien von jährlich 600 Millionen Dollar realisieren.

Der Fokus richtet sich nun auf die kommenden Quartalszahlen und Fortschritte bei der geplanten Zweitnotiz in Europa. Ein beschleunigter Zeitplan für den Unilever-Deal könnte die Bewertungslücke zum Sektordurchschnitt schließen.

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