McDonald’s Aktie: 20 Prozent Abschlag vom Hoch

Die Aktie fällt auf ein Fünfjahrestief, während Immobilienbesitz und Dividendenhistorie den defensiven Charakter des Fast-Food-Riesen unterstreichen.

Die Kernpunkte:
  • Aktie nahe Fünfjahrestief
  • Immobilien sichern stabile Erträge
  • Dividendenrendite auf Höchststand
  • Rekord-Rinderpreise belasten Margen

McDonald’s ist an der Börse spürbar aus der Favoritenrolle gefallen. Die Aktie notiert rund 20 Prozent unter ihrem Hoch und handelt nahe dem tiefsten Bewertungsniveau der vergangenen fünf Jahre. Das passt zu einem Markt, der den Konzern zunehmend als defensiven Wert mit solider Dividende und belastbarem Geschäftsmodell einordnet.

Immobilien stützen die Erträge

Ein zentraler Grund für diese Einschätzung liegt im Geschäftsmodell. Rund 60 Prozent des operativen Ergebnisses kommen aus dem Immobilienbereich. McDonald’s besitzt zudem etwa 80 Prozent seiner Gebäude und die Hälfte des Bodens an seinen weltweit rund 45.000 Standorten.

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Das sorgt für planbarere Cashflows als bei vielen Wettbewerbern. Hinzu kommt eine Dividendenrendite von etwa 2,7 Prozent. Das ist der höchste Stand seit der Marktvolatilität im Frühjahr 2020.

Der Konzern nähert sich außerdem einem bemerkenswerten Meilenstein. McDonald’s dürfte bald den Status eines „Dividend King“ erreichen, also fast 50 Jahre in Folge die Dividende erhöht haben. Die Ausschüttungsquote liegt bei stabilen 60 Prozent.

Kosten bleiben das Gegenbild

Trotz dieser defensiven Qualitäten bleibt die Kostenseite unbequem. Am 18. Mai erreichten Rinder-Futures neue Rekordstände. Auslöser ist der niedrigste US-Rinderbestand seit 75 Jahren.

Das trifft besonders Ketten mit hohem Beef-Anteil. McDonald’s hatte Anfang Mai zwar ein starkes erstes Quartal gemeldet, mit weltweiten Systemumsätzen von mehr als 34 Milliarden Dollar. Trotzdem bleibt die Frage, wie weit sich aggressive Wertangebote durchhalten lassen, wenn Rindfleisch und Löhne teurer werden.

Für Franchisenehmer ist das ein heikler Punkt. Sie müssen Preisaktionen finanzieren und zugleich ihre Margen schützen. Genau dort entsteht Reibung.

Wachstum stützt die Story

Parallel dazu treibt McDonald’s den Ausbau des Netzes weiter voran. Bis Ende 2027 will der Konzern 50.000 Restaurants erreichen. Auch das digitale Geschäft wächst.

Die Umsätze mit Loyalitätskunden lagen über die vergangenen zwölf Monate bei 38 Milliarden Dollar. Das verteilt sich auf 70 internationale Märkte. Der Konzern gewinnt damit mehr direkte Kundenkontakte und kann Aktionen gezielter steuern.

Auch der Kurs selbst sendet gemischte Signale. Mit 243,90 Euro liegt die Aktie rund 15,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Der RSI von 32,5 deutet auf eine eher schwache kurzfristige Verfassung hin. Zugleich liegt der Kurs nur knapp über dem 52-Wochen-Tief.

McDonald’s bleibt damit ein Wert mit zwei Gesichtern: günstiger bewertet als zuletzt, aber unter Druck durch höhere Inputkosten. Ob die Aktie im zweiten Halbjahr wieder Boden gutmacht, hängt vor allem an den weiteren Rinderpreisen und daran, wie robust die Value-Strategie im Tagesgeschäft bleibt.

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