McDonald’s Aktie: 50.000 Filialen bis 2028 geplant
McDonald's will bis 2028 deutlich expandieren, US-Restaurants modernisieren und Kosten senken. Citi reduziert zugleich das Kursziel.

- 50.000 Restaurants bis 2028 angestrebt
- US-Umsatz wächst nur um 0,8 Prozent
- Modernisierung bestehender Filialen geplant
- Citi senkt Kursziel auf 310 US-Dollar
McDonald’s stellt am heutigen Mittwoch auf einem Investorentag in Chicago seine mittelfristige Wachstumsstrategie vor. Unter dem Namen „McDonald’s > NEXT“ peilt die Fast-Food-Kette an, ihr weltweites Filialnetz bis zum Jahr 2028 auf 50.000 Standorte auszubauen. Ausgehend von aktuell rund 42.000 Restaurants entspricht dies einem Zuwachs von rund 8.000 Einheiten innerhalb von gut zwei Jahren.
Gegenwind im US-Heimatmarkt
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund einer spürbaren Abkühlung im wichtigsten Einzelmarkt. Im US-Geschäft, das rund 39 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, legten die flächenbereinigten Erlöse im zweiten Quartal 2026 lediglich um 0,8 Prozent zu.
Zugleich ging die Kundenfrequenz zurück, insbesondere bei Gästen mit geringerem Einkommen. Konzernchef Chris Kempczinski begründete diesen Rückgang vor allem mit Ausführungsmängeln bei günstigen Menüangeboten und nicht mit Problemen der Marke selbst.
Auf der Veranstaltung in Chicago tritt auch die neue US-Präsidentin Skye Anderson an, um den Heimatmarkt wieder auf Kurs zu bringen. Zur Belebung der Nachfrage setzt der Konzern verstärkt auf ausgewählte Menü-Updates, darunter handpanierte Hähnchenprodukte, sowie auf ein erweitertes Angebot an Spezial- und Erfrischungsgetränken.
Filialumbauten und Kostensenkungen
Neben Neueröffnungen plant das Management ein umfangreiches Modernisierungsprogramm für bestehende Standorte. Für die Jahre 2027 und 2028 wird ein spürbarer Anstieg der Investitionsausgaben für Restaurant-Remodels mit optimierten Küchenlayouts und Automatisierung erwartet.
Parallel dazu will McDonald’s die internen Ausgaben drosseln: Die Verwaltungs- und Gemeinkosten sollen perspektivisch auf unter 2 Prozent des Systemumsatzes sinken, nachdem dieser Wert zuletzt bei rund 2,2 Prozent lag.
Zurückhaltende Stimmen an der Wall Street
Im gestrigen Handel schloss das Papier bei 218,70 Euro und notiert damit nur 1,7 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 215,00 Euro.
Die Analysten reagieren vorsichtig auf die strategischen Vorstöße. Citi-Experte Jon Tower senkte das Kursziel von 345 auf 310 US-Dollar. Jefferies-Analyst Andy Barish hob hervor, dass das Management dem Markt nun einen glaubhaften Pfad aufzeigen müsse, wie sich das flächenbereinigte Umsatzwachstum im vierten Quartal und im kommenden Jahr trotz des schwierigen makroökonomischen Umfelds wieder beschleunigen lasse.
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