McDonald’s Aktie: Skye Anderson übernimmt US-Führung
McDonald's verfehlt Erwartungen beim US-Umsatz, setzt auf Rabatte und neue Produkte. Analysten sehen operative Schwächen bei der Preispolitik.

- US-Vergleichsumsatz wächst nur 0,8 Prozent
- EDAP-Preisstrategie in 60-65% der Filialen
- Tankrabatt und neue Getränke als Kundenmagnete
- Aktie notiert 21% unter 52-Wochen-Hoch
McDonald’s steckt in einer schwierigen Phase: Die US-Vergleichsumsätze legten im zweiten Quartal 2026 lediglich um 0,8 Prozent zu – deutlich weniger als von Analysten erwartet. Global stiegen die Erlöse um 1,3 Prozent, die systemweiten Umsätze wuchsen währungsbereinigt um 4 Prozent.
Der Gewinn je Aktie kletterte im selben Zeitraum auf 3,38 Dollar, ein Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aktie notierte gestern bei 230,90 Euro und liegt damit rund 21 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 291,65 Euro aus dem März.
Wertorientierte Preispolitik zeigt Wirkung – aber langsamer als erhofft
Der Fastfood-Riese hat mit seiner EDAP-Preisstrategie (Everyday Affordable Pricing) reagiert, die inzwischen in 60 bis 65 Prozent des US-Systems umgesetzt wird.
Analysten von Zacks führen rund zwei Drittel des Traffic-Rückgangs auf Ausführungsprobleme bei dieser wertbezogenen Preispolitik zurück, nicht auf grundsätzlich fehlende Nachfrage. Das deutet darauf hin, dass die strategische Ausrichtung stimmt, die operative Umsetzung in den Filialen aber hinterherhinkt.
Um die Kundenfrequenz wieder anzukurbeln, fährt McDonald’s mehrere neue Initiativen. Über das Treueprogramm MyMcDonald’s Rewards startet der Konzern einen Tankrabatt in Kooperation mit Shell.
Zusätzlich bringt das Unternehmen neue Getränke wie Red Bull Dragonberry sowie Happy-Meal-Kollaborationen mit Hello Kitty & Friends und Godzilla auf den Markt, um jüngere Zielgruppen zu erreichen. Parallel dazu übernimmt Skye Anderson die Position der Präsidentin von McDonald’s USA – ein personeller Neustart an der Spitze des wichtigsten Einzelmarktes.
Bewertung bleibt im Branchenvergleich moderat
Trotz der Kursschwäche der vergangenen Monate ist McDonald’s mit einem Forward-KGV von 19,71 günstiger bewertet als der Branchendurchschnitt von 21,65. Das relativ hohe Franchise-Modell – rund 95 Prozent der Restaurants werden von Franchisenehmern betrieben – sorgt für stabilere Margen als bei stärker eigenbetriebenen Konkurrenten.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 12,88 Dollar, ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2027 wird ein weiterer Anstieg auf 13,93 Dollar erwartet, was einem Wachstum von 8,1 Prozent entspräche.
Charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen: Der Titel notiert derzeit 2,8 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 237,60 Euro und fast 10 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 256,26 Euro.
Der Relative-Stärke-Index von 43,5 signalisiert weder überkaufte noch überverkaufte Bedingungen, sondern eine Konsolidierungsphase ohne klare Richtung.
Ausblick: Value-Reset als Schlüsselfrage
Ob der eingeschlagene Kurs aus Rabattaktionen, Menü-Innovationen und frischer Führung die Traffic-Schwäche in den USA umkehren kann, bleibt die zentrale Frage für Anleger. Die Zacks-Einstufung mit Rang 3 signalisiert derzeit eine neutrale Erwartungshaltung – weder ausgeprägte Stärke noch akute Schwäche.
Für Investoren dürfte entscheidend sein, ob sich die angekündigten Maßnahmen in den kommenden Quartalszahlen tatsächlich in steigenden Besucherzahlen niederschlagen, statt nur die Preispolitik weiter zu verfeinern.
McDonald's-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue McDonald's-Analyse vom 21. August liefert die Antwort:
Die neusten McDonald's-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für McDonald's-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
McDonald's: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




