MDAX: Neues Jahreshoch bei 33.301 Punkten

Der MDAX steigt auf 33.301 Punkte und übertrifft die Performance des DAX. Analystenkommentare und positive Konjunkturdaten treiben die Rallye an.

Die Kernpunkte:
  • MDAX erreicht 33.301 Punkte
  • Positive Analystenstimmen beflügeln Index
  • Schott Pharma führt Gewinnerliste an
  • Deutsche Fabrikaufträge über Erwartungen

Ein Index erlebt seine Glanzstunde. Während der DAX am Montag technologielastig kämpfte, zog der MDAX unaufhaltsam nach oben. Neues Jahreshoch inklusive.

Der MDAX kletterte zur Mittagszeit auf 33.301 Punkte – ein Plus von 0,9 Prozent. Gemessen am Freitagsschluss von 32.994 Punkten. Mit einer Jahresperformance von inzwischen rund 7 Prozent hängt der Index den großen Bruder DAX ab. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 33.548 Punkten beträgt gerade einmal 1,2 Prozent.

Basis der Rallye: positive Analystenstimmen

Der heutige Handelstag wird von einer Flut optimistischer Analystenkommentare getrieben. Diese beflügeln gleich mehrere Schwergewichte im Index.

Schott Pharma führt die Gewinnerliste mit einem Plus von 7,3 Prozent an. Die Deutsche Bank sprach eine Kaufempfehlung mit Kursziel 22 Euro aus. Nemetschek legte 4,3 Prozent zu – ebenfalls gestützt von der Deutschen Bank. Der Getriebespezialist Renk gewann 4,6 Prozent, nachdem Jefferies die „Buy“-Einstufung mit Kursziel 70 Euro bestätigte. Die Übernahme von David Brown Defence wertet der Markt positiv.

Auch Rüstungs- und Industrietitel waren gefragt. Hensoldt stieg um 3,5 Prozent, TKMS um 4,1 Prozent. Einziger auffälliger Verlierer: HOCHTIEF mit minus 2,2 Prozent.

Technik spricht für weiteren Aufwärtstrend

Der MDAX hat mit dem Sprung über 33.300 Punkte ein klares technisches Signal gesetzt. Der Index notiert nun weit über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 31.958 Punkten.

Der Bereich um 33.000 Punkte hat sich zum Widerstand gewandelt – und wurde erfolgreich als Unterstützung getestet. Der RSI liegt bei 62,8 Punkten. Das ist kein Alarmzeichen, sondern zeigt einen intakten, aber moderat laufenden Aufwärtstrend.

Konjunkturdaten stützen die Rotation

Hinzu kommen positive Wirtschaftsdaten. Die deutschen Fabrikaufträge stiegen im Mai um 1,9 Prozent – deutlich über der Prognose von 1,1 Prozent. Der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone verbesserte sich den dritten Monat in Folge auf minus 3,1 Punkte. In Deutschland stieg die Stimmung von minus 28,5 auf minus 19,4 Punkte.

Diese Entspannung treibt die Rotation weg von US-Tech-Giganten hin zu europäischen Mid-Caps. Der MDAX profitiert doppelt: von der guten Stimmung und den Analysten-Updates. Darf es im Index bald wieder zum Test des 52-Wochen-Hochs bei 33.548 Punkten kommen? Das Momentum spricht jedenfalls dafür.

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