Medtronic Aktie: Altaviva-Daten überzeugen?
Die 24-Monats-Auswertung zu Altaviva zeigt anhaltende Verbesserungen; Medtronic benennt zudem die Studienleitung für die fünfjährige Nachbeobachtung.

- Altaviva-Daten über 24 Monate veröffentlicht
- Ariana L. Smith leitet geplante Studie
- Abrechnungscodes ab Januar 2028 wirksam
- VenaSeal-Erstattung erreicht 96 Prozent Abdeckung
Medtronic treibt den Ausbau seiner klinischen Evidenz in der Urologie voran. Am Dienstag meldete das Unternehmen 24-Monats-Ergebnisse aus der explorativen TITAN-2-Untersuchung für sein Altaviva-System, die anhaltende Verbesserungen bei der Behandlung von Nykturie belegen. Parallel dazu stellte der Medizintechnikkonzern die Weichen für die weitere klinische Begleitung der Therapie.
Für die anstehende ENDURANCE-Studie nach der Zulassung wurde Ariana L. Smith als nationale leitende Prüfärztin benannt. Die auf fünf Jahre angelegte Untersuchung soll 170 Patienten an bis zu 30 Zentren in den USA begleiten, um die langfristige Wirksamkeit des Systems weiter zu dokumentieren.
Für Altaviva sowie für das renale Denervierungssystem Symplicity Spyral liegen zudem bereits genehmigte Kategorie-I-Abrechnungscodes der American Medical Association vor, die ab Januar 2028 wirksam werden.
Personalwechsel im Bereich der kardialen Ablation
Neben den Fortschritten im Urologie-Segment meldete Medtronic auch eine personelle Veränderung im kardiovaskulären Geschäft. Felicia Kurz übernimmt die Position als Vice President und General Manager für den Bereich Cardiac Ablation Solutions. Ein Unternehmenssprecher bestätigte die Neubesetzung, mit der Medtronic seine Aktivitäten im Segment für Herzablationslösungen steuert.
Klinische Daten legte der Konzern zudem im Gefäßbereich vor. Ergebnisse aus dem weltweiten Spectrum-Programm für das VenaSeal-Verschlusssystem belegen den Einsatz bei fortgeschrittenen chronischen Venenerkrankungen. In den USA erreicht die Kostenerstattung für das System mittlerweile eine Abdeckung von 96 Prozent der über kommerzielle Versicherungen sowie über Medicare versicherten Personen.
Kursplus zum Wochenausklang
An den Finanzmärkten schloss das Papier des Medizintechnikkonzerns am Freitag bei 79,00 Euro, was einem Tagesplus von 1,0 Prozent entspricht. Damit wird der Konzern an der Börse mit rund 100,18 Milliarden Euro bewertet.
Flankiert wurden die operativen Meldungen durch die Weiterentwicklung im HNO-Portfolio, wo das Unternehmen eine 510(k)-Freigabe der US-Gesundheitsbehörde FDA für ApexCut-EM-Klingen für Nasennebenhöhlenoperationen erhalten hatte.
Erste klinische Anwendungen in den USA werden im weiteren Jahresverlauf 2026 nach einem Update der Navigationssoftware erwartet. Zugleich setzte Medtronic die Rahmenbedingungen für die Trennung vom MiniMed-Geschäft fest, bei der das Umtauschangebot ein Volumen von bis zu 225.361.295 MiniMed-Aktien umfasste.
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