Mehr Geld für die Aktionäre bei HeidelbergCement

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement ist gut aufgestellt und will nach der Übernahme der italienischen Italcementi auch in diesem Jahr weiter wachsen. Die Aktionäre können sich über eine gestiegene Dividende freuen und der um Sondereffekte bereinigte Jahresüberschuss soll in 2017 deutlich zulegen.

Der DAX-Konzern hatte den italienischen Konkurrenten Italcementi im dritten Quartal des letzten Jahres übernommen. Dank dieser Übernahme hat HeidelbergCement im Jahr 2016 mit knapp 15,2 Mrd. Euro 13 % mehr umgesetzt als noch im Vorjahr. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte ebenfalls um 13 % auf 2,9 Mrd. Euro zu.

Im Endeffekt blieben beim Konzern rund 706 Mio. Euro hängen, was einem Minus von 12 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Denn die Zahlen wurden durch die Integrationskosten belastet. Bereinigt man diese allerdings um die Sondereffekte, kletterte der Gewinn um 25 % auf etwa 1 Mrd. Euro. Daher sollen die Aktionäre auch eine Dividende-Erhöhung von 0,30 Euro je Aktie auf 1,60 Euro erhalten.

2016 ein besonderes Jahr für HeidelbergCement

“2016 war für HeidelbergCement ein besonderes Jahr. Mit der erfolgreichen Übernahme von Italcementi haben wir unser Wachstum beschleunigt und sind strategisch hervorragend aufgestellt,“ resümierte Unternehmenschef Bernd Scheifele.

Die Heidelberger kommen bei der Integration der Italiener sogar schneller voran als geplant, so wurden bereits bis zum Jahresende 1.870 Stellen abgebaut anstatt der avisierten 500. Des Weiteren sei geplant, insgesamt auf mindestens 2.500 Arbeitsplätze zu verzichten, womit man das Synergieziel auf 470 Mio. Euro erhöht. Bereits 2016 hat das Unternehmen rund 155 Mio. Euro, etwa mit Schließungen von Hauptverwaltungen und Stellenstreichungen, eingespart.

Weiteres Wachstum in 2017 geplant

Im aktuellen Geschäftsjahr will der fusionierte Baustoffkonzern weiter wachsen. Umsatz und operatives Ergebnis sollen 2017 auf Pro-Forma-Basis und bereinigt um verschiedene Effekte moderat zulegen, teilte das Unternehmen mit: „Wir blicken verhalten zuversichtlich auf das Jahr 2017.“

Heidelberg Cement will mit einem höherem Absatz von Zement, Beton, Sand oder Kies den bereinigten operativen Gewinn moderat und damit um rund 5 bis 10 % steigern. Der Jahresüberschuss soll vor Sondereffekten deutlich, also zweistellig, verbessert werden.

Weiterhin rechnet Scheifele mit positiven Entwicklungen für das Nordamerika-Geschäft und die Regionen West- und Südeuropa. Dabei geht er vor allem von weiterhin guten Geschäften in Großbritannien und einer robusten Konjunktur in Deutschland aus.

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