Mekka-Pakt verhandelt in Teheran über Deeskalation
Saudi-Arabische, pakistanische und türkische Vertreter verhandeln in Teheran über Wege zur Begrenzung des Konflikts und den Schutz regionaler Infrastruktur.

- Hochrangige Vertreter treffen in Teheran ein
- Gespräche mit Irans Präsident und Sicherheitsrat
- Golfstaaten sorgen sich um Infrastruktur
- Pakistan ist auf Golfenergie angewiesen
Die Staaten des Nahen und Mittleren Ostens versuchen, eine Ausweitung des militärischen Konflikts abzuwenden. Hochrangige Unterhändler aus Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei sind am Montag in Teheran eingetroffen, um über Sicherheitsinteressen und diplomatische Auswege zu verhandeln. Ihr Antritt folgt handfesten wirtschaftlichen Eigeninteressen: Vor allem die Verwundbarkeit der regionalen Energie- und Transportinfrastruktur zwingt die Nachbarstaaten an den Verhandlungstisch.
Pakistans Armeechef Asim Munir traf am Montagnachmittag in der iranischen Hauptstadt ein. Der saudische Verteidigungsminister Chalid bin Salman und der türkische Geheimdienstchef Ibrahim Kalin nehmen ebenfalls an den Gesprächen teil. Auf der Agenda stehen Treffen mit Irans Präsident Massud Peseschkian sowie Mohsen Resai, dem Generalsekretär des Sicherheitsrats. Das Ziel der Initiative liegt in einer Deeskalation des laufenden Konflikts.
Bedrohte Lieferketten und Infrastruktur
Die drei Staaten bilden gemeinsam das Militärbündnis des sogenannten Mekka-Pakts. Am vergangenen Freitag hatten sich ihre Außenminister gemeinsam mit Vertretern Ägyptens in Istanbul mit Amtskollegen aus Deutschland, Italien, Großbritannien und Frankreich abgestimmt. Der wirtschaftliche Druck auf die Vermittler ist beträchtlich. Die Golfstaaten fürchten kriegsbedingte Schäden an der eigenen Infrastruktur, während Pakistan in hohem Maße von Energielieferungen aus der Golfregion abhängt.
Bisherige Vermittlungsbemühungen galten als festgefahren. Bereits in der Vorwoche reiste Pakistans Armeechef nach Teheran und übermittelte angesichts der Konfrontation mit den USA eine deutliche Warnung. Im Raum steht die Möglichkeit koordinierter Angriffe der USA und Israels auf iranische Ziele nach den US-Kongresswahlen in der kommenden Woche.
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