Mensch und Maschine: 9-Monats-Zahlen beflügeln Aktie

Der CAD/CAM-Spezialist Mensch und Maschine konnte die Börse mit seinen 9-Monats-Zahlen überzeugen. Insbesondere eine deutliche Gewinnsteigerung und ein starker Cashflow sorgen dafür, dass die Aktie nach einem schwachen Ergebnis in der Vorwoche nun wieder deutlich zulegen kann.

© Mensch und Maschine Software
© Mensch und Maschine Software

Auf Basis der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres konnte Mensch und Maschine seinen Umsatz um 6,9 % auf 127,6 Millionen € steigern. Dabei zeigte sich das Geschäft mit der eigenen Software überproportional stark im Wachstum. Hier konnte der Umsatz um 12 % auf 33,45 Millionen € gesteigert werden. Im Hauptgeschäft, dem Systemhaus, erreichte das Unternehmen ein Umsatzplus von 5,3 % auf gut 94 Millionen €.

Mensch und Maschine mit starkem Wachstum

Dies hatte auch sehr positive Auswirkungen auf den operativen Ertrag. Das EBITDA kletterte um 21 % auf 10,8 Millionen €. Auch hier zeigte sich der Software-Bereich besonders wachstumsstark. Der operative Gewinn kletterte in diesem Geschäftsbereich um 26 % auf 7,03 Millionen €. Im Bereich Systemhaus erreichte Mensch und Maschine ein Zuwachs im operativen Gewinn um 12 % auf 3,77 Millionen €.

Insgesamt konnte das Unternehmen seinen Nettogewinn um fast 80 % auf 4,47 Millionen € steigern. Hätte es keine Belastungen aus Währungseffekten gegeben, hätte man sogar den Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast verdoppeln können.

Der operative Cashflow lag mit 11,8 Millionen € deutlich über dem Nettogewinn. Wobei besonders bemerkenswert war, dass damit zwar „nur“ das Vorjahresergebnis erreicht wurde. Doch dieses war durch den Sondereffekt aus der Zahlung der letzten Rate aus dem Verkauf des Bereiches Distribution (immerhin 3 Millionen €) beeinflusst worden. Sprich: Obwohl dieser Sonderfaktoren nun weggefallen ist, konnte Mensch und Maschine dennoch seine starke operative Leistung beibehalten.

Autodesk-Umstellung wird kompensiert

Das sehr starke Eigengeschäft konnte damit die derzeitigen negativen Einflüsse aus der Umstellung des Geschäftes mit Autodesk-Software mehr als kompensieren. Bei Autodesk wurde bekanntlich von Verkauf auf Vermietung umgestellt, was dazu führte, dass kurzzeitig der Rohertrag gefallen ist. Dennoch sieht MuM-Chef Adi Drotleff die Umstellung weiterhin positiv und erwartet spätestens ab Ende 2017 deutliche Wachstumsimpulse.

Insgesamt stets auch nach den neuen Zahlen die aktuelle Jahresprognose. Diese geht derzeit von einem EBITDA zwischen 15,5 Millionen € und 16,0 Millionen € aus, was in der Spitze ein Wachstum von 25 % bedeuten würde. Für den Nettogewinn peilt das Unternehmen eine Bandbreite zwischen 6,8 Millionen € und 7,4 Millionen € an, was im besten Fall eine Steigerung um 90 % ergeben würde.

Mensch und Maschine als Dividendentitel

Damit wäre auch erwartbar, dass die Dividende je Aktie eher bei 0,35 € (Vorjahr 0,25 € je Aktie – aktuelle Prognosespanne zwischen 0,30 und 0,35 € je Aktie) liegen dürfte. Auf Basis der aktuellen Kurse wäre das eine interessante Dividendenrendite im Bereich von 2,6 %.

Mit diesen Zahlen in der Hinterhand kann sich die Aktie von Mensch und Maschine heute wieder von ihrer 50-Tage-Linie lösen. Diese war am vergangenen Freitag getestet worden. Zwar steht dem Papier nun der Test des neuen Widerstandes bei 13,3 € aus. Doch die Chancen auf einen erneuten Ausbruch nach oben stehen gut.

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