Mensch und Maschine: Aktie steht nach Geschäftsbericht unter Druck

Das, was der Software-Spezialist Mensch und Maschine für das zurückliegende Geschäftsjahr präsentierte, konnte sich sehen lassen. Allerdings blieb das Unternehmen bei den Ertragszahlen etwas unter den ursprünglichen Prognosen, was einige Anleger verschreckte.

Grundsätzlich wies der Spezialist für CAD/CAM-Software gute bis sehr gute Wachstumsraten aus. So konnte das Unternehmen nach vorläufigen Zahlen den Umsatz im Berichtsjahr um 4,1 % auf 167 Millionen Euro steigern. Der Rohertrag wurde auf den neuen Rekordwert von ca. 91,4 Millionen Euro verbessert, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 8,2 % entsprach. Dabei erreichte Mensch und Maschine insbesondere im Bereich der eigenen Software mit einem Plus von 13 % ein überdurchschnittliches Wachstum, während der Bereich Systemhaus um 4 % zulegen konnte.

Mensch und Maschine blieb leicht unter den eigenen Prognosen

Beim operativen Ergebnis auf Basis EBITDA schaffte Mensch und Maschine ein Plus um stolze 23 % auf 15,7 Millionen Euro. Allerdings blieb man damit leicht unter den ursprünglichen Schätzungen, die ein EBITDA von 16 Millionen Euro angepeilt hatten. Ähnliches galt auch für das Nettoergebnis. Hier wurde zwar eine mehr als kräftige Verbesserung um 68 % auf rund 6,5 Millionen Euro verbucht. Das ausgewiesene Nettoergebnis von 0,40 Euro je Aktie blieb aber auch hier unter der ursprünglichen Prognose von 0,48 Euro je Aktie.

Demgegenüber konnte Mensch und Maschine einen starken operativen Cashflow melden. Dieser lag mit 14,6 Millionen Euro bzw. rund 0,90 Euro je Aktie leicht unter den Vorjahreswerten. Doch diese waren damals durch Sondereffekte in Höhe von 3 Millionen Euro positiv beeinflusst. Dies herausgerechnet, ergab sich somit eine Steigerung um über 24 %. Deshalb hat Mensch und Maschine auch in Aussicht gestellt, die Dividende für das zurückliegende Jahr auf 0,35 Euro je Aktie zu erhöhen, was am oberen Rand der bisherigen Prognosespanne liegen würde.

Aktie mit Verlusten

Die Aktie von Mensch und Maschine reagierte heute auf die Zahlen mit klaren Verlusten. Wobei nicht nur die etwas niedrigeren Werte gegenüber der Prognose zur Geltung kamen, sondern auch das Thema Umstellung des Erlösmodells von Lizenz-Verkäufen auf ein Mietmodell für die vertriebene Autodesk-Software. Dies dürfte nach Einschätzung von Mensch und Maschine noch in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres bremsen.

Wie sich Anleger vor diesem Hintergrund positionieren sollten, besprechen wir in der neuen Ausgabe unseres Börsenbriefes „Börse Global“, der am Mittwoch erscheint. Hier geht es zur Bestell-Seite.

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