Mensch und Maschine: Kräftige Verluste nach Halbjahres-Zahlen

Der CAD/CAM-Spezialist Mensch und Maschine kann für sein erstes Halbjahr zweistellige Zuwachsraten sowohl bei Rohertrag als auch Gewinn melden. Allerdings stößt das bei den Börsianern auf wenig Gegenliebe. Die Aktie zeigt sich nach den Zahlen schwach. Der Grund dürfte in der Quartals-Bilanz liegen.

© Mensch und Maschine Software
© Mensch und Maschine Software

Was für ein Parforce-Ritt: In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte Mensch und Maschine seine Profitabilität deutlich ausweiten. Auf Basis des EBITDA wies das Unternehmen einen Zuwachs um 30% auf 8,33 Mio. Euro aus. Der Nettogewinn konnte sogar noch deutlich stärker zulegen. Hier wurde ein starker Sprung um 74% auf 3,58 Mio. Euro gemeldet. Damit lag Mensch und Maschine nach eigenem Bekunden im Rahmen der Konzernerwartungen.

Mensch und Maschine mit kräftigen Wachstumszahlen

Positives gab es auch vom Umsatz zu berichten. Dieser legte um 7,9% auf knapp 88 Mio. Euro zu. Dabei zeigte sich das Geschäft mit eigener Software mit einem Plus von 12% deutlich stärker als das Systemhaus-Geschäft mit einem Umsatzplus von 6,4%. Der Rohertrag kletterte um 10,2% auf 46,6 Mio. Euro.

Mit diesen Zahlen in der Hinterhand sieht das Management von Mensch und Maschine seine ambitionierten Jahresziele als weiterhin erreichbar an. So sieht Vorstandschef Adi Drotleff „das ambitionierte Jahresziel von ca. EUR 16 Mio. (Vj 12,8 / +25%) beim EBITDA durch die Entwicklung des ersten Halbjahres gut untermauert, da von den für 2016 geplanten EUR 3,2 Mio. Zuwachs bereits EUR 1,9 Mio. erreicht sind.“

Zweites Quartal zeigt Wachstumsdelle

Allerdings findet er mit dieser Einschätzung zumindest am heutigen Tage keine Unterstützung am Aktienmarkt. Die Aktie von Mensch und Maschine geht nach den Zahlen um rund 4,7% baden und lag zeitweise sogar schon bei knapp 13,50 Euro. Der Grund dürfte im Vergleich von ersten und zweiten Quartal zu finden sein.

Denn im ersten Quartal hatte Mensch und Maschine noch ein Umsatzplus von 18% bei einem EBITDA-Zuwachs von 37% gemeldet. Wenn man nun die Halbjahresergebnisse zur Hand nimmt, bleibt als Befund, dass sich das Wachstumstempo im zweiten Quartal deutlich verringert hat. So verringerte sich der Umsatz im zweiten Quartal zum Vorjahresquartal um 3%, während das EBITDA mit rund 3,05 Mio. Euro deutlich unter dem Ergebnis des ersten Quartal (5,28 Mio. Euro) lag.

Aktie unter Druck – Weiter halten?

Entsprechend dürfte es jetzt bei Mensch und Maschine in zweierlei Hinsicht spannend werden. Erstens: Kann die offensichtliche Wachstumsdelle des zweiten Quartals wieder ausgebügelt werden? Zweitens: Hält die Charttechnik, obwohl sie zumindest kurzfristig angeschlagen erscheint? Aus unserer Perspektive hat Mensch und Maschine alle Chancen, die Jahresziele zu erreichen, zumal der eigene Software-Bereich weiterhin überdurchschnittliche Zuwachsraten aufzeigen kann. Insofern sollten Anleger weiterhin investiert bleiben.

MuM-25-07-16

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