Mercedes-Benz Aktie: BlackRock greift zu

Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock stockt seine Anteile am Stuttgarter Autobauer auf, während dieser ein umfassendes Restrukturierungsprogramm zur Wende umsetzt.

Die Kernpunkte:
  • BlackRock erhöht Anteil von 5,93 auf 6,25 Prozent
  • Gewinn halbierte sich 2025 bei starkem China-Einbruch
  • Drei-Säulen-Plan mit Kostenreduktion und Produktoffensive
  • Dividende von 3,50 Euro trotz schwieriger Bilanz

Nach einem schwierigen Geschäftsjahr mit halbiertem Nettogewinn befindet sich Mercedes-Benz mitten in einem harten strukturellen Umbau. Genau in dieser Phase signalisiert der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock nun verstärktes Interesse an dem Stuttgarter Autobauer. Eine aktuelle Mitteilung belegt den gezielten Ausbau der institutionellen Beteiligung.

Laut einer Stimmrechtsmitteilung vom 10. März hat BlackRock seine Anteile an der Mercedes-Benz Group von zuvor 5,93 auf nun 6,25 Prozent erhöht. Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Papier bei 54,64 Euro notiert und damit seit Jahresbeginn gut elf Prozent an Wert eingebüßt hat. Die Aufstockung durch den Asset-Manager werten Marktbeobachter als Vertrauensbeweis in die angelaufenen Gegenmaßnahmen des Vorstands.

Tiefe Spuren in der Bilanz

Das abgelaufene Jahr 2025 war für den Premiumhersteller eine erhebliche Belastungsprobe. Der Konzernumsatz schrumpfte auf 132,2 Milliarden Euro, während das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) um rund 40 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro einbrach.

Hauptverantwortlich für diese Entwicklung war der wichtigste Einzelmarkt China. Dort sackten die Verkäufe um 19 Prozent ab. Hinzu kamen ungünstige Währungseffekte und hohe Zollkosten im Umfang von 1,2 Milliarden US-Dollar, die die Umsatzrendite im Kerngeschäft Cars auf 5,0 Prozent drückten. Auch der durchschnittliche Verkaufspreis je Fahrzeug sank spürbar.

Drei-Säulen-Plan für die Wende

Um den Abwärtstrend zu stoppen, setzt das Management auf ein striktes Restrukturierungsprogramm, das sich auf drei konkrete Maßnahmen stützt:

  • Kostensenkung: Reduktion der Fertigungskosten je Fahrzeug um 10 Prozent bis 2027 sowie die Schließung des Werks in Mexiko bis Mai 2026.
  • China-Lokalisierung: Bis Mitte 2026 sollen mehr als 80 Prozent der dort verkauften Fahrzeuge aus lokaler Produktion stammen.
  • Produktoffensive: Einführung von über 40 neuen Modellen innerhalb von drei Jahren zur Stärkung der Marktposition.

Trotz des Gewinnrückgangs hält der Konzern an einer aktionärsfreundlichen Ausschüttungspolitik fest. Die für April vorgeschlagene Dividende sinkt zwar auf 3,50 Euro pro Aktie, fällt damit aber höher aus, als von vielen Analysten im Vorfeld berechnet. Flankiert wird dies durch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro. Ein starkes Liquiditätspolster von 31 Milliarden Euro bietet dafür die nötige finanzielle Basis.

Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau, stellt aber durch den Wegfall von Restrukturierungskosten ein deutlich höheres EBIT in Aussicht. Erste konkrete Belege für die Wirksamkeit des Kostenprogramms und der angelaufenen Produktoffensive liefert der Bericht zum ersten Quartal, der am 29. April veröffentlicht wird.

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