Mercedes-Benz Aktie: BYD exportiert 160.000 Luxus-Fahrzeuge

Der Aktienkurs von Mercedes-Benz fällt auf ein neues Jahrestief zu. BYDs Luxus-Offensive in Europa erhöht den Druck auf den Autobauer.

Die Kernpunkte:
  • Kurs fällt auf 44,47 Euro
  • BYD plant Luxus-Offensive in Europa
  • Verkaufsdruck im Automobilsektor hält an
  • Unterstützung bei 44 Euro bedroht

Fast 28 Prozent im Minus seit Jahresbeginn — und das Tief vom 18. Juni liegt nur noch einen knappen Prozentpunkt entfernt. Mercedes-Benz gehörte am Mittwoch erneut zu den schwächsten Werten im Euro STOXX 50. Der Druck kommt von mehreren Seiten gleichzeitig.

Kurs nähert sich kritischer Marke

Die Aktie schloss am Mittwoch bei 44,47 Euro — ein Tagesrückgang von 1,85 Prozent. Das 52-Wochen-Tief bei 43,99 Euro ist damit zum Greifen nah. Fällt dieser Bereich, fehlt ein technischer Halt.

Der RSI liegt bei 31,6 und signalisiert damit überverkaufte Bedingungen. Vom 200-Tage-Durchschnitt bei 55,13 Euro trennt die Aktie ein Abstand von fast 20 Prozent. Das zeigt, wie tief der Kurs in den vergangenen Monaten gefallen ist.

BYD greift das Premiumsegment an

Mercedes kämpft nicht nur mit schwachen Charts. Der chinesische Hersteller BYD plant eine Luxus-Offensive in Europa und hat im Mai 2026 mit über 160.000 exportierten Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen einen neuen Auslandsrekord aufgestellt.

Besonders brisant: BYD zielt mit seinen Submarken Denza und Yangwang direkt auf das Premiumsegment — also genau den Bereich, der Mercedes‘ Margen trägt. Beim Goodwood Festival of Speed im Juli sollen neue Oberklassemodelle präsentiert werden. Das erhöht den Druck auf die Stuttgarter im Heimatmarkt Europa weiter.

Kein Wunder, dass Investoren nervös reagieren.

Breiter Verkaufsdruck im Sektor

Der Euro STOXX 50 verlor am Mittwoch 0,26 Prozent. Mercedes traf es härter als den Index. Werte wie Adidas und Bayer legten zu, der Automobilsektor blieb unter Verkaufsdruck.

Auf Sicht von 30 Tagen summiert sich das Minus bei Mercedes auf 12,34 Prozent. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 27,40 Prozent — ein Niveau, das anhaltende Unsicherheit widerspiegelt.

Hält die Unterstützung bei rund 44 Euro nicht, wäre das ein neues Jahrestief. Wie schnell sich die Lage stabilisiert, hängt auch davon ab, ob Mercedes im zweiten Halbjahr zeigt, dass es dem wachsenden Druck aus Asien im Premiumsegment standhält.

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