Mercedes-Benz Aktie: China-Druck wird zur Bürde!

Neue Modelle stehen unter China-Druck: Deutsche Bank senkt das Kursziel, während Mercedes-Benz seit Jahresbeginn 34 Prozent verliert.

Die Kernpunkte:
  • Fünf Fahrzeugneuheiten für Paris vorgesehen
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Kursverlust seit Jahresbeginn: 34 Prozent
  • Deutsche Bank reduziert Kursziel auf 70 Euro

Mit einer Reihe von Neuvorstellungen bereitet sich Mercedes-Benz auf den Pariser Autosalon vor. Der Autobauer will auf der Messe vom 12. bis 18. Oktober mehrere Fahrzeugpremieren präsentieren, darunter den neuen GLA, den Mercedes-AMG CLA 45, den neuen GLE, das Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé sowie den vollelektrischen VLE. Während der Konzern damit seine Modellpalette auffrischt, steht der Aktienkurs an den Finanzmärkten weiterhin unter erheblichem Druck.

Premieren auf dem Pariser Autosalon

Die anstehenden Präsentationen in Paris umfassen sowohl Verbrenner- und Performance-Modelle als auch rein batterieelektrische Fahrzeuge. Mit dem elektrischen VLE zeigt das Unternehmen eine Neuheit im Segment der Großraumlimousinen. Ergänzt wird der Messeauftritt durch sportliche Varianten aus der Mercedes-AMG-Reihe sowie überarbeitete Versionen etablierter SUV-Baureihen.

Trotz der bevorstehenden Produktankündigungen spiegelt die Kursentwicklung die anhaltende Skepsis der Anleger wider. Am Freitag ging die Aktie bei 39,90 Euro aus dem Handel und verzeichnet seit Jahresanfang einen Rückgang von 34 Prozent. Am selben Tag markierte der Titel bei 39,70 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

Analysten verweisen auf strukturellen China-Druck

Haupttreiber der verhaltenen Marktstimmung bleiben die Absatz- und Ertragsaussichten im wichtigsten Einzelmarkt. Tim Rokossa, Analyst bei Deutsche Bank Research, stufte die Aktie am 29. September weiterhin mit „Buy“ ein, senkte jedoch das Kursziel von 73 auf 70 Euro. Er bezeichnete die Entwicklungen auf dem chinesischen Markt als die größte und strukturelle Herausforderung für das Unternehmen.

Die anstehende Berichtssaison zum dritten Quartal dürfte dieses Branchennarrativ nach seiner Einschätzung voraussichtlich nicht grundlegend verändern.

Bereits am 22. September hatte Metzler Capital Markets die Beobachtung der Mercedes-Benz Group mit der Einstufung „Hold“ und einem Kursziel von 47 Euro aufgenommen. Das Analysehaus begründete die vorsichtige Haltung ebenfalls mit der ausgeprägten Exponierung des Konzerns in China. Aus dieser Marktpositionierung ergäben sich spürbare Abwärtsrisiken für die Margenentwicklung der Stuttgarter.

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