Mercedes-Benz Aktie: China-Flaute bremst

Mercedes-Benz senkt Umsatzprognose für 2026. Einbruch in China drückt Absatz, während das Elektrogeschäft stark wächst.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzerwartung für 2026 gesenkt
  • China-Verkäufe brechen um 30% ein
  • Stromer-Absatz steigt um 51%
  • Aktie notiert auf 50-Tage-Linie

Mercedes-Benz korrigiert seine Ziele für das Jahr 2026. Während das Elektrogeschäft weltweit Fahrt aufnimmt, bremst die Flaute in China den Stuttgarter Autobauer spürbar aus. Der Konzern rechnet beim Umsatz nun mit einem Wert leicht unter dem Vorjahresniveau.

Einbruch im wichtigsten Markt

In der Volksrepublik brachen die Pkw-Verkäufe im zweiten Quartal um rund 30 Prozent ein. Zweistellige Zuwächse in den USA konnten dieses Loch nicht vollständig stopfen. In der Folge sank der weltweite Gesamtabsatz um sechs Prozent auf etwa 512.000 Einheiten.

Parallel dazu treibt der Konzern die elektrische Transformation voran. Der Absatz reiner Stromer kletterte im Berichtsquartal um 51 Prozent. Das Management hebt deshalb den Zielkorridor für den Anteil elektrifizierter Fahrzeuge am Gesamtabsatz auf bis zu 25 Prozent an.

Kostenkontrolle stützt das Ergebnis

Stabilität lieferten zuletzt die Transporter-Sparte sowie die Finanzdienstleistungen des Konzerns. Analysten wie Tim Rokossa von Deutsche Bank Research bewerten die Lage deshalb weiterhin positiv. Die Bank sieht das Kursziel bei 73 Euro und verweist auf die strikte Kostenkontrolle der Stuttgarter.

An der Börse herrscht derweil vorsichtige Zurückhaltung. Mit 46,84 Euro notiert die Aktie derzeit fast punktgenau auf ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits rund 22 Prozent an Wert verloren.

Für eine dauerhafte Erholung braucht Mercedes-Benz frische Impulse aus dem asiatischen Pkw-Geschäft. Solange die Nachfrage in China stagniert, bleibt der Spielraum für Umsatzsprünge begrenzt. Anleger warten nun auf die detaillierten Absatzzahlen im Herbst.

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