Mercedes-Benz Aktie: Dividende auf 3,50 Euro gekürzt
Mercedes-Benz schüttet eine reduzierte Dividende aus und pausiert den Aktienrückkauf. Der Konzern kämpft mit einem massiven Absatzeinbruch in China, während Elektroautos und der US-Markt wachsen.

- Dividende von 3,50 Euro je Aktie wird ausgeschüttet
- Aktienrückkaufprogramm ruht planmäßig
- Absatz in China bricht um 27 Prozent ein
- Elektroauto-Auslieferungen steigen um 11 Prozent
Dividendentag und Rückkaufpause am selben Tag — das ist kein Zufall, sondern Programm. Mercedes-Benz schüttet heute 3,50 Euro je Aktie aus, während das laufende Aktienrückkaufprogramm planmäßig ruht. Für eine Aktie, die seit Jahresbeginn rund 17 Prozent verloren hat, ist das eine ungemütliche Kombination.
Dividende gekürzt, aber Ausschüttung bleibt erheblich
Die 3,50 Euro je Aktie liegen 19 Prozent unter dem Vorjahreswert von 4,30 Euro. Hintergrund ist ein massiver Gewinneinbruch: Der Konzerngewinn sackte 2025 um rund 49 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro ab. Trotzdem summiert sich die Gesamtausschüttung auf rund 3,3 Milliarden Euro — womit Mercedes-Benz trotz Kürzung zu den vier größten Dividendenzahlern im DAX zählt.
Das laufende Rückkaufprogramm, gestartet im November 2025, sieht den Erwerb von bis zu 96 Millionen Aktien für insgesamt bis zu 2 Milliarden Euro vor. In der Woche vom 13. bis 17. April wurden null Aktien erworben — die übliche Aussetzung rund um die Hauptversammlung. Seit Programmstart wurden bislang rund 13,7 Millionen Aktien zurückgekauft.
China bleibt das strukturelle Problem
Der fundamentale Druck hat klare Ursachen. Die weltweiten Pkw-Auslieferungen sanken im ersten Quartal um sechs Prozent auf 419.400 Einheiten. Besonders schmerzhaft: In China brach der Absatz um 27 Prozent ein. Lokale Hersteller setzen Mercedes bei Software und Elektroantrieben zunehmend unter Druck — ein Terrain, auf dem europäische Premiummarken traditionell langsamer reagieren.
Das Management setzt auf MB.OS und autonomes Fahren und investiert mehr als zehn Milliarden Euro in diese Zukunftstechnologien. In den aktuellen Verkaufszahlen spiegelt sich das noch nicht wider.
USA und Elektro liefern Gegengewicht
Außerhalb Chinas zeigt sich ein anderes Bild. In den USA legte Mercedes-Benz Cars um 20 Prozent zu, Europa wuchs um sieben Prozent. Die BEV-Auslieferungen stiegen um 11 Prozent auf 50.400 Einheiten, angetrieben vom neuen CLA, der im europäischen EV-Segment ein Plus von 34 Prozent erzielte. Die Produktion läuft bereits auf drei Schichten.
Goldman-Sachs-Analyst Christian Frenes senkte das Kursziel von 69 auf 66 Euro, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Er bewertet das Pkw-Geschäft mit 56 Euro und den Daimler-Truck-Anteil mit weiteren 10 Euro. Mit einem aktuellen Kurs von 51,36 Euro und einem RSI von 28,5 notiert die Aktie deutlich im überverkauften Bereich.
Quartalsbericht am 29. April
Am 29. April legt Mercedes-Benz den Zwischenbericht zum ersten Quartal 2026 vor. Der Konzern stellt für das Gesamtjahr ein EBIT deutlich über Vorjahresniveau in Aussicht — bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Ob der Fokus auf Luxus und Elektromobilität die Profitabilität tatsächlich stabilisiert, werden die Zahlen in acht Tagen zeigen.
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