Mercedes-Benz Aktie: E-Modelle CLA, GLC, GLB, GLA ausverkauft

Mehr Elektro-Pkw gleichen die schwächeren Auslieferungen teilweise aus; Jefferies und UBS senkten ihre Kursziele.

Die Kernpunkte:
  • Pkw- und Van-Auslieferungen sanken um sechs Prozent
  • Batterieelektrische Pkw legten deutlich zu
  • Sechste Rückkauftranche mit 910.000 Aktien vollzogen
  • Jefferies und UBS reduzierten ihre Kursziele

Mercedes-Benz steht in einem anspruchsvollen Spagat. Während das Geschäft im traditionellen Kernbereich durch Marktschwächen belastet wird, setzt der Stuttgarter Konzern auf den Hochlauf seiner Elektroflotte sowie auf fortlaufende Aktienrückkäufe.

Zuwächse bei Stromern dämpfen Absatzrückgang

Die operative Entwicklung verdeutlicht die aktuellen Reibungspunkte in der Transformation. Im dritten Quartal 2026 gingen die Auslieferungen von Pkw und Vans um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Vor allem das herausfordernde Umfeld in China bremste das Geschäft aus, sodass der weltweite Pkw-Absatz um 8 Prozent nachgab.

Ein anderes Bild zeichnet sich bei den alternativen Antrieben ab. Das Segment der batterieelektrischen Pkw wuchs im selben Zeitraum deutlich gegen den Trend.

Das Unternehmen teilte zudem mit, dass die elektrischen Varianten der Baureihen CLA, GLC, GLB und GLA in Europa für das restliche Jahr bereits vollständig vergriffen sind.

Rückkaufprogramm läuft weiter

Um dem Druck an den Finanzmärkten zu begegnen, führt das Management seine Kapitalmaßnahmen fort. Gestern meldete Mercedes-Benz den Vollzug der sechsten Tranche des laufenden Programms: Im Zeitraum vom 5. bis zum 9. Oktober kaufte das Unternehmen 910.000 eigene Aktien über die Börse zurück. In der vorangegangenen Handelswoche waren bereits 875.000 Anteile erworben worden.

In der Branche wird dieser Schritt als Signal an die Anteilseigner verstanden, wenngleich die Unsicherheiten bis zur Vorlage der detaillierten Quartalszahlen am 28. Oktober dominieren. Die Marktexperten blicken entsprechend vorsichtig auf die kommenden Wochen.

Gedämpfte Erwartungen vor den Quartalszahlen

Analyst Philippe Houchois vom Bankhaus Jefferies bestätigte gestern zwar seine Kaufempfehlung für den Titel, reduzierte das Kursziel jedoch von 52 auf 46 Euro. Als Begründung nannte er laut dpa-AFX ein fragileres Umfeld für europäische Hersteller sowie die Möglichkeit weiterer Rückstellungen. Zuvor hatte bereits die Schweizer Großbank UBS am 9. Oktober ihr Kursziel von 50 auf 45 Euro zurückgenommen und die Einstufung auf „Neutral“ belassen.

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