Mercedes-Benz Aktie: Ein komplizierter Knoten?

Mercedes-Benz verzeichnet vor Q1-Bericht Kursverluste. China-Absatz bricht ein, während Elektro-Fahrzeuge zulegen und die Prognose für 2026 optimistisch bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Aktie nahe 52-Wochen-Tief
  • China-Absatz um 27 Prozent gesunken
  • Elektroverkäufe steigen um elf Prozent
  • Gewinnprognose je Aktie sinkt deutlich

Der Kurs liegt rund 20 Prozent unter seinem Jahreshoch — und der Q1-Bericht am Mittwoch muss liefern. Mercedes-Benz steht zum Wochenstart unter Druck, während Anleger auf Margendaten warten, die zeigen sollen, ob das gespaltene Absatzbild bereits in den Zahlen schmerzt.

Die Aktie notiert aktuell bei 49,33 Euro, rund 1,7 Prozent im Minus gegenüber dem Freitagsschluss. Seit Jahresanfang hat das Papier fast 20 Prozent verloren und liegt damit nur noch knapp 1,8 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief. Der Kurs notiert mehr als elf Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts — die technische Lage bleibt angespannt.

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Absatz: Ohne China sieht die Welt besser aus

Das Absatzbild für das erste Quartal ist zweigeteilt. Weltweit lieferte Mercedes-Benz rund 419.000 Pkw aus, sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Einbruch kommt fast ausschließlich aus China: Dort sanken die Verkäufe um 27 Prozent. Das Unternehmen erklärt dies mit einem Modellwechsel — mehrere Baureihen laufen aus, Nachfolger kommen. 2027 soll China wieder anspringen.

Klammert man China aus, wuchs der Absatz weltweit um fünf Prozent. Die USA legten um 20 Prozent zu, Europa um sieben Prozent. Das relativiert den Gesamtrückgang — ändert aber nichts daran, dass China als größter Einzelmarkt fehlt.

Elektro als Gegengewicht

Ein Lichtblick liefert das Elektrosegment. Der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge stieg im ersten Quartal auf Konzernebene um elf Prozent auf rund 50.400 Einheiten. Besonders stark: Europa mit plus 34 Prozent, Deutschland mit plus 36 Prozent.

Der neue elektrische CLA gilt als Haupttreiber. Die Produktion läuft bereits auf drei Schichten, die Auftragsbücher sollen bis weit in die zweite Jahreshälfte gefüllt sein. Auch für den kommenden elektrischen GLC meldet das Unternehmen eine Rekordzahl an Vorbestellungen.

Was der Mittwoch bringen muss

Analysten erwarten für das erste Quartal einen Gewinn je Aktie von rund 1,43 Euro — nach 2,57 Euro im Vorjahresquartal. Das wäre ein Rückgang von fast 45 Prozent. Für das Gesamtjahr stellt Mercedes-Benz ein EBIT deutlich über Vorjahresniveau in Aussicht, bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau.

Finanzvorstand Harald Wilhelm wird die Zahlen am 29. April erläutern. Das laufende Aktienrückkaufprogramm mit einem verbleibenden Volumen von 1,7 Milliarden Euro signalisiert, dass das Management die Bewertung für attraktiv hält. Ob die Q1-Zahlen reichen, um die negative Kursdynamik zu durchbrechen, hängt vor allem davon ab, wie stark das China-Loch die Margen belastet hat — und ob die Jahresprognose Bestand hat.

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