Mercedes-Benz Aktie: Gewinneinbruch, Gegenplan
Mercedes-Benz verzeichnete 2025 einen deutlichen Gewinneinbruch, startet aber eine umfassende Gegenoffensive mit Kostensenkungen, China-Lokalisierung und neuer Modellpalette.

- Nettogewinn 2025 fast halbiert
- Drei-Säulen-Plan: Kosten, China, neue Modelle
- Dividende gesenkt, Aktienrückkauf läuft weiter
- Erste Erfolgsindikatoren mit Q1-Zahlen Ende April
Der Nettogewinn fast halbiert, die Dividende gesenkt, das China-Geschäft unter Druck – Mercedes-Benz hat 2025 ein hartes Jahr hinter sich. Doch das Management hat ein konkretes Gegenprogramm aufgelegt. Ob es greift, wird sich schon bald zeigen.
Drei Faktoren drücken auf die Ergebnisse
Das bereinigte EBIT sank 2025 von 13,7 auf 8,2 Milliarden Euro – ein Rückgang von rund 40 Prozent. Der Nettogewinn landete bei 5,33 Milliarden Euro, nach rund 10,4 Milliarden im Vorjahr. Der Konzernumsatz ging von 145,6 auf 132,2 Milliarden Euro zurück.
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Drei Faktoren belasteten das Ergebnis besonders: Zollkosten von rund 1,2 Milliarden US-Dollar, negative Währungseffekte und der schwächelnde China-Absatz. Letzterer brach um 19 Prozent ein – ein empfindlicher Einschnitt, denn China steht für fast ein Drittel des globalen Pkw-Absatzes. Der wachsende Druck chinesischer Elektrofahrzeughersteller verschärfte die Lage zusätzlich. Die bereinigte Umsatzrendite im Cars-Segment fiel entsprechend von 8,1 auf 5,0 Prozent.
Die vorgeschlagene Dividende von 3,50 Euro je Aktie liegt zwar unter dem Vorjahreswert von 4,30 Euro – fiel aber höher aus als von Analysten erwartet. Parallel läuft das im November 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2 Milliarden Euro weiter, von dem bis Ende 2025 erst rund 300 Millionen Euro abgerufen wurden.
Kostenabbau, China-Lokalisierung, Modelloffensive
Das Gegenprogramm des Managements steht auf drei Säulen. Erstens: Kostensenkung. Mercedes-Benz hat bereits Einsparungen von 3,6 Milliarden Euro realisiert und peilt eine Reduktion der Fertigungskosten je Fahrzeug um 10 Prozent bis 2027 an. Das Joint-Venture-Werk im mexikanischen Aguascalientes soll bis Mai geschlossen werden, was einer Kapazitätsreduzierung von rund 100.000 Einheiten entspricht.
Zweitens: China. Bis Mitte 2026 sollen mehr als 80 Prozent der dort verkauften Fahrzeuge aus lokaler Produktion stammen – mit dem Ziel, schneller und kosteneffizienter auf den Wettbewerb reagieren zu können.
Drittens: Produkte. Mehr als 40 neue Modelle in drei Jahren – das Management bezeichnet dies als die umfangreichste Produktoffensive der Unternehmensgeschichte. Der neue CLA wurde bereits als „Car of the Year 2026″ ausgezeichnet, die Auftragsbücher für CLA, GLC und S-Klasse sollen bis weit in die zweite Jahreshälfte gefüllt sein.
Was 2026 entscheidet
Für das laufende Jahr stellt der Konzern ein Group-EBIT deutlich über Vorjahresniveau in Aussicht – bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Die angestrebte bereinigte Umsatzrendite im Cars-Segment liegt mit 3 bis 5 Prozent allerdings spürbar unter den durchschnittlichen Analystenerwartungen von 5,6 Prozent. Die Aktie notiert mit einem Minus von knapp 11 Prozent seit Jahresanfang und handelt derzeit rund 5 Prozent unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts.
Konkrete Belege für den angekündigten Ergebnisaufschwung liefern die Q1-Zahlen am 29. April. Zuvor beschließt die Hauptversammlung am 16. April die Dividende formell. Diese beiden Termine werden zeigen, ob Lokalisierungsstrategie, Kapazitätsanpassungen und Modelloffensive bereits Wirkung entfalten.
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