Mercedes-Benz Aktie: JPMorgan greift zu

JPMorgan stuft Mercedes mit Kaufempfehlung ein, während der Konzern neue Assistenzsysteme und ein E-SUV vorstellt. Die Robotaxi-Pläne basieren jedoch auf chinesischer Technologie.

Die Kernpunkte:
  • JPMorgan startet mit Overweight-Rating und 68-Euro-Ziel
  • Robotaxi-Start mit chinesischem Partner Momenta in Abu Dhabi
  • Neues Assistenzsystem unterbietet Teslas FSD-Preis deutlich
  • Elektrischer GLC bietet bis zu 713 Kilometer Reichweite

Mercedes-Benz startet mit technologischem Paukenschlag ins neue Jahr. Während der Konzern auf der CES 2026 seinen elektrischen GLC präsentiert und ein fortschrittliches Fahrassistenzsystem in den USA lanciert, steigt JPMorgan mit einer Kaufempfehlung ein. Doch hinter den Innovationen zeigt sich eine unbequeme Wahrheit: Bei autonomer Technologie hängt Stuttgart am Tropf chinesischer Partner.

Die wichtigsten Fakten:
– JPMorgan startet Coverage mit “Overweight” und 68-Euro-Kursziel
– Robotaxi-Einstieg mit chinesischem Partner Momenta in Abu Dhabi
– MB.DRIVE ASSIST PRO kostet halb so viel wie Teslas FSD-System
– Elektrischer GLC kommt mit 713 km Reichweite in zweiter Jahreshälfte

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Robotaxis: Der unbequeme Deal

Mercedes verkündet den Einstieg ins Robotaxi-Geschäft – allerdings nicht in eigener Regie. Gemeinsam mit dem chinesischen Softwareentwickler Momenta sollen selbstfahrende S-Klasse-Fahrzeuge für Lumo Mobility in Abu Dhabi bereitstehen. Die neue S-Klassen-Generation erhält erstmals Level-4-Automatisierung, bei der Fahrer dauerhaft Hände und Augen vom Verkehr abwenden können.

Die Partnerschaft offenbart jedoch die Schwachstelle deutscher Hersteller. Zukunftsforscher Mario Herger bringt es auf den Punkt: „Deutsche Hersteller haben einen technologischen Rückstand von 3 bis 5 Jahren. Waymo absolviert aktuell mehr als eine Million kommerzielle, fahrerlose Fahrten pro Monat. Wo sieht man deutsche Hersteller fahrerlos fahren? Nirgendwo. Vor 2030 ist da nichts zu erwarten.”

Frontalangriff auf Tesla

Mit MB.DRIVE ASSIST PRO schickt Mercedes nun ein Konterprogramm zu Teslas Full Self-Driving in den Ring. Das System erlaubt autonomes Fahren auf Stadtstraßen unter Fahreraufsicht und unterbietet Tesla beim Preis deutlich: 3.950 Dollar für drei Jahre stehen 8.000 Dollar Einmalzahlung bei Tesla gegenüber.

Die technische Ausstattung wirkt beeindruckend: 30 Sensoren aus Kameras, Radar und Ultraschall sowie eine Rechenleistung von 508 Billionen Operationen pro Sekunde. Angetrieben wird das System von Nvidias DRIVE AV-Software. Der neue CLA wird als erstes Modell die MB.OS-Plattform mit den Assistenzfunktionen nutzen.

Analysten setzen auf Premium-Strategie

JPMorgan-Analyst Jose Asumendi positioniert Mercedes als Top-Pick im europäischen Automobilsektor für 2026. Die Investmentbank sieht Premium-Hersteller besser aufgestellt als Massenproduzenten. Goldman Sachs sekundiert mit einem Kursziel von 74 Euro und verweist auf die gesunde Bilanz sowie aktionärsfreundliche Kapitalallokation.

Das Aktienrückkaufprogramm läuft planmäßig weiter. Zwischen dem 29. Dezember und 2. Januar erwarb Mercedes 418.616 eigene Aktien zu Durchschnittspreisen zwischen 59,96 und 61,28 Euro. Seit Programmstart am 3. November 2025 wurden insgesamt 5,7 Millionen Aktien zurückgekauft.

Elektrischer GLC mit Reichweiten-Offensive

Auf der CES feiert der vollelektrische GLC seine US-Premiere. Mit 483 PS und bis zu 713 Kilometern Reichweite nach WLTP positioniert sich Mercedes im hart umkämpften Premium-SUV-Segment. Die 800-Volt-Architektur ermöglicht schnelles Laden, während der optionale 39,1-Zoll MBUX Hyperscreen Maßstäbe beim Infotainment setzen soll. Als erstes Mercedes-Modell integriert der GLC sowohl Microsoft- als auch Google-KI.

Die Kombination aus Technologie-Offensive und positiven Analystenstimmen könnte Mercedes Rückenwind verschaffen. Am 12. Februar folgen die Jahreszahlen für 2025 – dann zeigt sich, ob die Premium-Strategie auch operativ überzeugt.

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