Mercedes-Benz Aktie: KI-Fokus
Mercedes-Benz beteiligt sich am KI-Startup Wayve und setzt auf autonomes Fahren, nachdem das Unternehmen 2025 mit rückläufigen Ergebnissen zu kämpfen hatte.

- Beteiligung an KI-Startup mit 8,6 Mrd. Dollar Bewertung
- Konzernumsatz und EBIT 2025 deutlich gesunken
- Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Mrd. Euro läuft
- Dividendenvorschlag von 3,50 Euro je Aktie für 2026
Mercedes-Benz setzt beim autonomen Fahren stärker auf Künstliche Intelligenz – und holt sich dafür Unterstützung aus der Startup-Welt. Die Beteiligung an Wayve ist kein Zufall, sondern passt in eine Phase, in der der Konzern nach einem schwächeren Jahr 2025 technologisch nachschärft. Doch wie viel Substanz steckt hinter dem Schritt?
Wayve: 1,2 Mrd. Dollar für KI-Software
Das britische Startup Wayve hat am 25. Februar eine Series-D-Finanzierungsrunde über 1,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Zu den Investoren zählen neben Mercedes-Benz unter anderem Nissan, Stellantis, Nvidia, Microsoft und Uber. Mit der Runde steigt die Bewertung von Wayve auf 8,6 Milliarden US-Dollar.
Angeführt wurde die Finanzierung von Eclipse, Balderton und dem SoftBank Vision Fund 2. Zusätzlich hat Uber meilensteinbasierte Investitionen zugesagt – damit könnte das Gesamtvolumen auf bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar wachsen.
Wayve verfolgt einen Software-Ansatz auf Basis eines End-to-End-neuronalen Netzwerks und kommt laut Unternehmen ohne hochauflösende Karten aus. Der CEO Alex Kendall sagte laut Reuters, man arbeite mit Mercedes-Benz und Stellantis an „Consumer- und Robotaxi-Anwendungen“. Geplant sind kommerzielle Robotaxi-Tests mit Uber in London noch 2026. Fahrzeuge mit der Fahrassistenz-Technologie sollen ab 2027 auf den Markt kommen.
Strategie und Zahlen: Neupositionierung nach 2025
Die Wayve-Beteiligung fällt in eine Zeit, in der Mercedes-Benz den Technologiepfad betont. Bei der Vorlage der Jahreszahlen am 12. Februar hob der Konzern den Rollout des eigenen Betriebssystems MB.OS sowie das Fahrassistenzsystem MB.DRIVE ASSIST PRO hervor.
Der Hintergrund: 2025 ging das Ergebnis deutlich zurück. Der Konzernumsatz sank auf 132,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 145,6 Milliarden), das bereinigte EBIT auf 8,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,7 Milliarden). Der Free Cash Flow im Industriegeschäft lag bei 5,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,2 Milliarden). Die Netto-Liquidität im Industriegeschäft bezifferte Mercedes-Benz auf 32,2 Milliarden Euro.
Für 2026 erwartet der Konzern laut eigener Guidance einen Umsatz auf Vorjahresniveau und ein deutlich höheres Gruppen-EBIT, unter anderem wegen wegfallender Restrukturierungskosten. Zudem soll auf der Hauptversammlung am 16. April 2026 eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie vorgeschlagen werden (Vorjahr: 4,30 Euro).
Aktienrückkauf und Börsenbild
Parallel läuft das Rückkaufprogramm weiter: In der Woche vom 16. bis 20. Februar wurden 719.016 Aktien zurückgekauft. Seit Start am 3. November 2025 summiert sich das auf 10.743.005 Aktien – bei einem Programmvolumen von bis zu 2 Milliarden Euro.
An der Börse wirkt das Papier derzeit eher wie im Wartemodus: Mit 58,97 Euro notiert die Aktie nahe dem 50-Tage-Durchschnitt (59,00 Euro), seit Jahresbeginn steht ein Minus von 4,35% zu Buche.
Im operativen Umfeld bleibt der Ton rau: Reuters verweist auf sinkende europäische Neuwagenzulassungen im Januar. Dazu kommen laut Unternehmensangaben rund 1 Milliarde Euro US-Zollkosten in 2025, die 2026 durch die ganzjährige Wirkung weiter steigen dürften. In China erwartet Mercedes-Benz laut Aussagen aus dem Earnings Call vom 12. Februar keine Erholung in 2026; die Absätze waren 2025 um 19% zurückgegangen.
Der nächste konkrete Prüfstein für Anleger folgt mit dem Q1-Bericht am 29. April 2026 – dann wird sich zeigen, wie stark Ergebnisentwicklung und Ausblick die Technologie-Signale rund um Wayve überstrahlen oder stützen.
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