Mercedes-Benz Aktie: Radikaler Schnitt!
Mercedes-Benz kündigt drastische Sparmaßnahmen für deutsche Standorte an. Die Aktie fällt auf ein neues Jahrestief.

- Massives Sparprogramm für 90.000 Beschäftigte
- Verschiebung von Sonderzahlungen angekündigt
- Gespräche über längere Arbeitszeiten geplant
- Aktie fällt auf neues Jahrestief
Mercedes-Benz zieht die Notbremse. Der Stuttgarter Autobauer kündigt ein massives Sparprogramm für seine 90.000 Beschäftigten in Deutschland an. Die strukturellen Kosten seien im internationalen Vergleich schlicht zu hoch. Die Börse reagierte prompt mit einem deutlichen Abverkauf.
Längere Arbeitszeiten, verschobene Boni
Der Vorstand wendet sich mit drastischen Worten an die Belegschaft. Die aktuelle Lage sei dramatisch. Als erste Sofortmaßnahme verschiebt der Konzern eine tarifliche Sonderzahlung auf das kommende Jahr. Dieser sogenannte Transformationsbaustein entspricht knapp einem Fünftel eines regulären Monatsgehalts.
Im nächsten Schritt fokussiert sich das Management auf die Arbeitszeit. In den kommenden Wochen starten Gespräche mit dem Betriebsrat. Das Ziel: Die Belegschaft soll länger als die aktuell vereinbarten 35 Stunden arbeiten. Einen Lohnausgleich dafür lehnt das Unternehmen ab.
Aktie fällt auf Jahrestief
Anleger quittierten die Nachrichten am Freitag mit Verkäufen. Die Mercedes-Benz-Aktie verlor gut drei Prozent und schloss bei 43,27 Euro. Im Handelsverlauf rutschte das Papier sogar auf ein neues Jahrestief ab.
Der Abwärtstrend beschleunigt sich damit weiter. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf fast 30 Prozent. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt mittlerweile über 21 Prozent.
Charttechnisch sieht es düster aus. Ein RSI-Wert von 29 signalisiert zwar eine stark überverkaufte Situation. Eine schnelle Gegenbewegung ist im aktuellen Branchenumfeld aber ungewiss.
Hoher Druck vor den Quartalszahlen
Die harten Einschnitte verdeutlichen den immensen Druck auf europäische Autobauer. Steigende Produktionskosten und die teure Umstellung auf Elektromobilität belasten die Margen. Hinzu kommt die wachsende globale Konkurrenz. Ohne spürbare Kostensenkungen sieht Mercedes-Benz seine Wettbewerbsfähigkeit bei den Produktpreisen in Gefahr.
Am 28. Juli 2026 legt der Konzern seine Ergebnisse für das zweite Quartal vor. Bereits zum Jahresauftakt verbuchte Mercedes-Benz einen Umsatzrückgang von knapp fünf Prozent sowie sinkende Gewinne. Der Vorstand muss dann belegen, dass die eingeleiteten Sparmaßnahmen rechtzeitig greifen.
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