Mercedes-Benz Aktie: Rettet der Rückkauf?

Mercedes-Benz kauft eigene Aktien zurück, während China-Schwäche und eine gesenkte Jahresumsatzprognose das Geschäft belasten.

Die Kernpunkte:
  • Rückkaufprogramm umfasst bis zu eine Milliarde Euro
  • Bis Ende September knapp drei Millionen Aktien erworben
  • China-Absatz sank im zweiten Quartal um 30 Prozent
  • Deutsche Bank hält an Kaufempfehlung fest

Deutsche Bank Research hat am Dienstag das Kursziel für die Aktie von Mercedes-Benz auf 70 Euro angepasst, behält die Kaufempfehlung mit der Einstufung „Buy“ jedoch bei. An den Märkten sorgt das herausfordernde Umfeld der gesamten Branche allerdings weiterhin für spürbare Zurückhaltung. Seit dem Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 33 Prozent und notiert bei 40,53 Euro.

Der Konzern begegnet den anhaltenden Kursschwankungen mit gezielten Maßnahmen zur Kurspflege und setzt dabei auf eine Verknappung des Angebots am Markt.

Konzern stützt mit Milliarden-Rückkauf

Seit dem 1. September läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1 Milliarde Euro. Bis April 2027 beabsichtigt der Autobauer, bis zu 58 Millionen eigene Anteile über die Börse zu erwerben.

Medienberichten zufolge griff das Unternehmen in den ersten Wochen bereits spürbar zu. Bis zum 25. September wurden insgesamt 2.976.805 eigene Aktien erworben, darunter allein 895.000 Papiere über das Handelssystem Xetra in der vorangegangenen Handelswoche.

Belastungen in China und Sparmaßnahmen

Die Transaktionen stehen vor dem Hintergrund deutlicher Bremsspuren im operativen Geschäft. Wie das Handelsblatt berichtete, hatte Mercedes-Benz am 30. Juli 2026 die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 nach unten korrigiert.

Statt eines Umsatzes auf dem Niveau des Vorjahres erwartet die Führung ein leicht schwächeres Niveau. Hauptursache hierfür ist die anhaltende Schwäche auf dem chinesischen Markt, wo der Absatz im zweiten Quartal um 30 Prozent einbrach.

Als Antwort auf den Margendruck treibt das Management Kostensenkungen am Heimatstandort voran. Vorgesehen ist ein freiwilliges Abfindungsprogramm für Beschäftigte in Deutschland in indirekten Bereichen. Dieses Programm soll nach Unternehmensplanung voraussichtlich im Dezember 2026 anlaufen.

Reaktionen der Analysten

Neben Deutsche Bank Research bezog zuletzt auch Bernstein Research Stellung zu den Papieren. Das Analysehaus stufte Mercedes-Benz am 23. September unverändert mit „Market-Perform“ ein und nannte ein Kursziel von 56 Euro.

Dass der Konzern abseits der Marktturbulenzen auch technologische Akzente setzt, zeigte sich unterdessen am 22. September: Der vollelektrische Mercedes-Benz GLC wurde an diesem Tag zum „German Premium Car of the Year 2027“ gekürt.

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