Mercedes-Benz Aktie: Rückkaufprogramm beendet
Mercedes-Benz erwägt radikale Kostensenkungen und Lockerung von Job-Garantien angesichts eines drohenden Aktienrutschs unter das Jahrestief.

- Aktienkurs nahe am Jahrestief
- Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm beendet
- Management prüft Lockerung von Beschäftigungsgarantien
- Investorenkonferenz zu Premiumnachfrage erwartet
Bei Mercedes-Benz wird der Ton rauer. Die Aktie handelt bedrohlich nah an ihrem jüngsten Jahrestief. Jetzt prüft das Management offenbar tiefgreifende Einschnitte. Sogar bestehende Job-Schutzregelungen stehen laut Insidern zur Disposition.
Der Gegenwind an der Börse ist massiv. Seit Jahresbeginn verlor das Papier knapp 27 Prozent an Wert. Am Freitag ging die Aktie bei 45,09 Euro aus dem Handel. Damit rückt die kritische Unterstützung bei 43,99 Euro gefährlich nah.
Ein wichtiger Stabilisator fällt ab sofort weg. Das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm ist offiziell beendet. Ohne diese Stütze rückt das operative Geschäft schonungslos in den Mittelpunkt. Das Marktumfeld verzeiht aktuell keine Schwächen.
Einschnitte und Konferenz
Der Stuttgarter Autobauer reagiert auf den Druck. Intern prüft der Konzern tiefere Kostensenkungen. In Gesprächen mit Arbeitnehmervertretern geht es um die Lockerung von Beschäftigungsgarantien. Das Management will die operative Flexibilität zwingend erhöhen.
Passend dazu präsentiert sich die Führungsetage am morgigen Dienstag in Baden-Baden. Auf einer Investorenkonferenz erwarten Analysten klare Antworten zur Nachfrage im Premiumsegment. Zuletzt hatte eine Gewinnwarnung von BMW die gesamte Branche nervös gemacht.
Warten auf Zulassungszahlen
Zeitgleich liefert der europäische Branchenverband ACEA neue Fakten. Am 23. Juni erscheinen die Neuzulassungszahlen für Mai. Diese Daten zeigen, ob Europa die anhaltende Preisschlacht in China ausgleichen kann.
Technisch ist die Lage extrem angespannt. Der RSI-Wert von 32,5 signalisiert zwar einen fast überverkauften Zustand. Der weite Abstand zur 200-Tage-Linie bei 55,23 Euro zementiert jedoch den langfristigen Abwärtstrend. Fällt die Aktie unter ihr Jahrestief, drohen unmittelbar weitere Abgaben.
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