Mercedes-Benz Aktie: Weltpremiere in Seoul!
Mercedes-Benz präsentiert die neue vollelektrische C-Klasse in Seoul, während die Absatzzahlen in China um 27 Prozent einbrechen. Das Unternehmen setzt auf eine umfangreiche Modelloffensive.

- Weltpremiere der elektrischen C-Klasse in Südkorea
- China-Absatz bricht im ersten Quartal massiv ein
- Mehr als 40 neue Modelle bis 2027 geplant
- Aktie notiert mit deutlichem Minus seit Jahresbeginn
Während die Hauptversammlung noch die Wunden des China-Einbruchs zählte, richtet Mercedes-Benz den Blick bereits nach vorn. Am Montag, dem 20. April, feiert die erste vollelektrische C-Klasse in Seoul Weltpremiere — das Modell, auf das der Konzern in diesem Übergangsjahr besonders viel setzt.
Das neue Flaggschiff der Elektrostrategie
Die neue C-Klasse EQ basiert auf der MB.EA-Plattform und kommt mit einem 94-kWh-Akku. Mercedes verspricht für den C 300 EQ eine WLTP-Reichweite von rund 800 Kilometern. Zur Markteinführung stehen zwei Varianten bereit: der C 300 EQ mit 374 PS und Heckantrieb sowie der C 400 EQ 4MATIC mit 489 PS und Allradantrieb. Produziert wird das Fahrzeug im ungarischen Kecskemét.
Die Ortswahl für die Premiere ist kein Zufall. Seoul gilt als einer der wichtigsten Elektromobilitätsmärkte Asiens — mit ausgereifter Ladeinfrastruktur und technikaffiner Kundschaft. Wenige Stunden später folgt die Präsentation auf der Auto China 2026 in Peking. Beide Schauplätze sind strategisch: China bleibt das drängendste Problem des Konzerns.
China bricht ein, Europa und USA wachsen
Die Q1-Zahlen zeigen das Ausmaß. Mercedes verkaufte konzernweit rund 499.700 Pkw und Vans — sechs Prozent weniger als im Vorjahr. In China brachen die Auslieferungen um 27 Prozent auf etwa 111.600 Einheiten ein. Das ist der niedrigste Stand seit fast einem Jahrzehnt.
Europa legte sieben Prozent zu, die USA sogar 20 Prozent. Der Ausgleich reicht aber nicht. Lokale Hersteller wie BYD, Nio und Li Auto drängen längst in den Premiumbereich — mit digital aufgeladenen Angeboten zu aggressiveren Preisen. Auf der Hauptversammlung formulierten Aktionäre die Kernfrage direkt: Wo ist die China-spezifische Produktoffensive?
Der Konzerngewinn war 2025 von 10,4 auf 5,3 Milliarden Euro gefallen. Die Dividende sank entsprechend auf 3,50 Euro je Aktie, nach 4,30 Euro im Vorjahr. Ausgezahlt wird am Dienstag, dem 21. April. Vorstand und Aufsichtsrat wurden trotz scharfer Kritik mit über 97 Prozent entlastet.
40 neue Modelle bis 2027
Mercedes hat die Antwort formuliert: mehr als 40 neue Modelle bis 2027 — die größte Produktoffensive der Unternehmensgeschichte. Erste Signale sind ermutigend. Der elektrische GLC verzeichnete den höchsten Auftragseingang für ein Elektrofahrzeug in der Firmengeschichte. Der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge stieg im ersten Quartal um neun Prozent auf 44.300 Einheiten. G-Klasse und Mercedes-Maybach wuchsen zweistellig.
Parallel läuft das Effizienzprogramm „Next Level Performance“, das bis 2026 mehr als 3,5 Milliarden Euro einsparen soll. Die Deka-Investment-Analystin lobte Finanzvorstand Harald Wilhelm ausdrücklich — und verwies auf den Free Cash Flow als Stärke.
Die Aktie notiert mit einem Minus von rund 15 Prozent seit Jahresbeginn bei 52,15 Euro und liegt damit deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten. Am 29. April legt Mercedes die vollständigen Quartalszahlen vor — dann zeigt sich, ob das US-Wachstum und steigende BEV-Verkäufe den China-Rückstand wirklich kompensieren können.
Mercedes-Benz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mercedes-Benz-Analyse vom 18. April liefert die Antwort:
Die neusten Mercedes-Benz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mercedes-Benz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Mercedes-Benz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




