Mercedes-Benz Aktie: Werk-Schließungen drohen!
Der Konzern erwarb im September knapp drei Millionen eigene Aktien; Deutsche Bank Research reduzierte das Kursziel auf 70 Euro.

- 895.000 Aktien Ende September erworben
- Septembervolumen: 2.976.805 eigene Anteile
- Deutsche Bank Research senkt Kursziel
- Abfindungsprogramm ab Dezember erneut vorgesehen
Der Stuttgarter Automobilkonzern Mercedes-Benz stützt seinen Börsenwert mit fortlaufenden Aktienrückkäufen ab. Wie das Unternehmen im Rahmen einer Pflichtmitteilung bekanntgab, erwarb der Konzern vom 21. bis einschließlich 25. September 2026 weitere 895.000 eigene Papiere. Damit beläuft sich das Gesamterwerbsvolumen im Zeitraum vom 1. bis einschließlich 25. September 2026 auf 2.976.805 Anteile.
Die Transaktionen erfolgen in einem äußerst anspruchsvollen Marktumfeld. Am gestrigen Freitag markierten die Papiere mit 39,70 Euro ein neues 52-Wochen-Tief, bevor sie den Handelstag bei 39,90 Euro beendeten. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 34 Prozent. Vor diesem Hintergrund signalisiert das Management mit dem millionenschweren Rückkaufprogramm Vertrauen in die eigene Bilanzstärke.
Sparprogramme und Neujustierung der Arbeitsmodelle
Die Kapitalmaßnahme fällt in eine Phase tiefgreifender interner Weichenstellungen. Produktionsvorstand Michael Schiebe hatte auf einer Betriebsversammlung in Sindelfingen verdeutlicht, dass bei ausbleibenden Kostensenkungen Schließungen eines deutschen Montagewerks und eines Powertrain-Werks drohen könnten. Das erklärte Ziel bleibe jedoch der Erhalt sämtlicher inländischer Standorte.
Um die Kostenstrukturen zu entlasten, legt Mercedes-Benz das freiwillige Abfindungsprogramm für Beschäftigte in Deutschland außerhalb der Fertigung voraussichtlich ab Dezember neu auf.
Parallel dazu verhandelt das Management über strengere Anwesenheitsregeln: Laut Reuters soll eine geplante Betriebsvereinbarung Führungskräften erlauben, für Vollzeitkräfte bis zu vier Präsenztage pro Woche anzuordnen. Sofern die Betriebsratsgremien zustimmen, soll dieser Schritt zum 1. Januar 2027 umgesetzt werden.
Analysten reduzieren Erwartungen
Die strategischen Sparmaßnahmen spiegeln sich auch in den Neubewertungen am Markt wider. Am Dienstag passte Deutsche Bank Research das Bewertungsmodell für den Autobauer an. Das Analysehaus senkte das Kursziel von 73 auf 70 Euro, behielt die Einstufung für den Titel aber auf „Buy“.
Mit den fortlaufenden Zukäufen über den Markt mindert das Unternehmen die Zahl der umlaufenden Aktien schrittweise. Ob das Rückkaufvolumen ausreicht, um den Verkaufsdruck dauerhaft abzufedern, hängt maßgeblich von den Fortschritten bei den internen Restrukturierungsverhandlungen ab.
Stand heute, 4. Oktober: Mercedes-Benz – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Mercedes-Benz investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 4. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




