Mercedes-Benz Aktie: Zwei Welten, ein Modell
Der elektrische Mercedes CLA stößt in Europa auf enorme Nachfrage, während er in China kaum Käufer findet. Diese Diskrepanz verdeutlicht die zentrale Herausforderung für den Konzern.

- Starke Nachfrage in Europa führt zu langen Wartezeiten
- Nur geringe Absatzzahlen auf dem chinesischen Markt
- Konzern verzeichnete 2025 deutliche Umsatz- und Gewinneinbußen
- Erste Quartalszahlen 2026 als nächster wichtiger Prüfstein
Der elektrische CLA erzählt zwei sehr unterschiedliche Geschichten. In Europa überrollt er die Produktionskapazitäten, in China bleibt er ein Randphänomen. Für Mercedes-Benz, dessen Aktie um die 52 Euro notiert, verdichtet sich darin das zentrale Problem des Konzerns.
Europa: Werk läuft auf Hochtouren
Die Zahlen aus Europa sind beeindruckend. Bis Ende Februar wurden knapp 25.500 CLA zugelassen, allein in Deutschland über 9.600 Fahrzeuge. Wer heute bestellt, wartet mitunter bis ins späte vierte Quartal. Um die Nachfrage überhaupt bedienen zu können, läuft im Werk Rastatt seit September erstmals seit der Corona-Pandemie wieder ein Drei-Schicht-Betrieb.
Vertriebsvorstand Mathias Geisen bestätigt, dass die Nachfrage bereits Ende 2025 um 18 Prozent anzog. Bemerkenswert dabei: Der elektrische GLC ist noch nicht einmal flächendeckend in den Autohäusern verfügbar — und verzeichnet bereits massive Bestelleingänge.
China: Prestige allein genügt nicht
Das Bild auf dem wichtigsten Einzelmarkt der Welt ist ein anderes. Seit dem Auslieferungsstart in China im Oktober wurden laut Marklines nur rund 1.600 Einheiten registriert. Das monatliche Maximum lag bei 682 Fahrzeugen im Dezember — weniger als ein einziger europäischer Monat im vergangenen Sommer. Oliver Thöne, Vorstand von Mercedes-Benz China, räumt ein, der CLA sei dort „noch mehr ein Nischenprodukt als in Deutschland“.
Der Grund liegt im Wettbewerbsumfeld. BYD, Xiaomi und zahlreiche weitere heimische Anbieter punkten mit moderner Technik und deutlich niedrigeren Preisen — Argumente, die bei chinesischen Käufern häufig schwerer wiegen als Markenprestige. Auch eine speziell verlängerte Version für den lokalen Markt hat daran bislang nichts geändert.
Quartalszahlen als nächster Gradmesser
Der finanzielle Kontext macht die Lage anspruchsvoll. Mercedes-Benz verbuchte 2025 einen deutlichen Rückgang: Der Konzernumsatz fiel von 145,6 auf 132,2 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT sank von 13,7 auf 8,2 Milliarden Euro. Belastend wirkten Zölle, Wechselkurseffekte durch den starken Euro und der Preisdruck in China.
Für 2026 stellt das Management eine Erholung in Aussicht — stabiler Umsatz, deutlich steigendes EBIT, gestützt durch Restrukturierungsmaßnahmen und die anlaufende Modelloffensive. Ob diese Erwartung trägt, wird sich am 29. April zeigen, wenn Mercedes-Benz die Q1-2026-Ergebnisse vorlegt. Die Quartalszahlen kommen mit einem Analyst Conference Call — und dem Wissen, dass die Fahrzeuglieferungen im ersten Quartal schwächer als erwartet ausgefallen sind, während hohe Zinsen Großkäufe weiter bremsen.
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