Mercedes-Benz reagiert mit Aktienrückkäufen und Sparprogramm
Mercedes-Benz kaufte eigene Aktien zurück und plant Einsparungen, während die Pkw-Auslieferungen im dritten Quartal zurückgingen.

- 875.000 Aktien binnen einer Woche zurückgekauft
- Abfindungsprogramm für Verwaltungskräfte ab Dezember geplant
- Pkw-Absatz im dritten Quartal um acht Prozent gesunken
- China-Auslieferungen gingen um 31 Prozent zurück
Welche Mittel setzt Mercedes-Benz ein, um die anhaltende Schwäche an den Märkten abzufedern? Gestern gab die Aktie um 1,6 Prozent nach und schloss bei 39,90 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust damit auf 34 Prozent. Um diesem Druck zu begegnen, greift der Stuttgarter Konzern auf eigene Barreserven zurück und forciert parallel die Kostendisziplin im Unternehmen.
Die Kombination aus Kapitalrückführungen und strukturellen Einsparungen soll den Handlungsspielraum vergrößern. Während das konjunkturelle Umfeld von spürbarer Zurückhaltung geprägt bleibt, versucht die Unternehmensführung, den Wert für die Anteilseigner auf der Kapitalseite zu stabilisieren.
Rückkäufe stützen das Angebot an Aktien
Ein zentraler Baustein dieser Strategie bleibt der Erwerb eigener Papiere. Am Montag meldete die Mercedes-Benz Group die jüngsten Transaktionen aus ihrem laufenden Programm: Vom 28. September bis einschließlich 2. Oktober kaufte das Unternehmen 875.000 eigene Aktien über die Börse zurück.
Über den gesamten Zeitraum vom 1. September bis einschließlich 2. Oktober belief sich das Volumen auf 3.851.805 zurückgekaufte Anteile. Derartige Rückkäufe verringern die Zahl der frei gehandelten Papiere am Markt und stärken rechnerisch den Gewinn je Aktie.
Verwaltungskosten im Fokus
Parallel zu den Maßnahmen am Kapitalmarkt setzt der Autobauer bei den internen Ausgaben an. Medienberichten zufolge legte Mercedes-Benz am 30. September ein freiwilliges Abfindungsprogramm für Beschäftigte in den indirekten Bereichen in Deutschland neu auf. Die Produktion ist laut dem Bericht davon nicht betroffen.
Der Start des Programms ist voraussichtlich für Dezember vorgesehen. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Verwaltungsausgaben ohne betriebsbedingte Kündigungen spürbar zu senken. Zudem festigt der Konzern bestehende Kooperationen: Am 1. Oktober verlängerten Mercedes-Benz und die FUCHS SE ihre Partnerschaft für Schmierstofflösungen im weltweiten Kundendienstnetzwerk.
Absatzrückgang im dritten Quartal
Die Sparanstrengungen treffen auf ein forderndes operatives Umfeld. Im dritten Quartal 2026 setzte Mercedes-Benz Cars weltweit 407.200 Pkw ab, was einem Rückgang von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Im wichtigen Markt China sanken die Auslieferungen um 31 Prozent.
Dem stand ein Zuwachs bei den reinen Batteriefahrzeugen gegenüber, deren Absatz konzernweit um mehr als die Hälfte zulegte. Insgesamt lieferte der Konzern im selben Quartal 491.700 Pkw und Vans aus. Für das Management kommt es nun darauf an, die Transformation mit straffer Kostenkontrolle abzusichern.
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