Merck Aktie: Behäbige Entwicklung?
Merck erwartet für 2026 einen Umsatz- und Gewinnrückgang aufgrund des Patentablaufs von Mavenclad in den USA und negativer Währungseffekte. Die Aktie verlor deutlich an Wert.

- Patentverlust für MS-Medikament Mavenclad in USA
- Umsatz- und EBITDA-Ziele für 2026 unter Vorjahresniveau
- Aktienkurs verliert über 13 Prozent in einer Woche
- Dividende bleibt stabil bei 2,20 Euro pro Aktie
Die Merck KGaA blickt auf ein solides Jahr 2025 zurück, doch die Zuversicht der Anleger schwindet angesichts der neuen Prognosen für 2026. Ein Mix aus Generikakonkurrenz und negativen Währungseffekten bringt den Darmstädter Wissenschafts- und Technologiekonzern in eine schwierige Lage. Warum bereitet vor allem der US-Markt dem Management derzeit solche Sorgen?
Patentablauf belastet Prognose
Der Hauptgrund für die aktuelle Skepsis liegt in der Medikamenten-Pipeline: Merck rechnet ab März 2026 mit dem Wegfall der Umsätze für das Multiple-Sklerose-Mittel Mavenclad in den USA, da günstigere Generika auf den Markt drängen. Zusätzlich dämpfen erwartete Wechselkurseffekte, insbesondere durch die Entwicklung des US-Dollars, die Erwartungen.
Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert das Unternehmen einen Konzernumsatz zwischen 20,0 und 21,1 Milliarden Euro. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA pre) wird ein Wert zwischen 5,5 und 6,0 Milliarden Euro angestrebt. Damit könnte das Ergebnis unter dem Niveau von 2025 liegen, in dem Merck ein EBITDA pre von 6,1 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 21,1 Milliarden Euro erzielte.
Chartbild deutlich eingetrübt
Die Marktteilnehmer reagierten empfindlich auf die vorsichtigen Töne. Die Aktie verlor allein in den vergangenen sieben Tagen 13,71 % an Wert und schloss am Freitag bei 110,45 Euro. Damit notiert das Papier inzwischen rund 21 % unter seinem 52-Wochen-Hoch vom März 2025.
Trotz der kurzfristigen Belastungsfaktoren setzt das Management auf Kontinuität bei der Gewinnverwendung. Die Dividende für das abgelaufene Jahr soll stabil bei 2,20 Euro pro Aktie bleiben. Strategisch setzt der Konzern langfristig auf Wachstumsfelder wie Halbleitermaterialien, doch im laufenden Jahr dominieren zunächst die operativen Hürden im Pharmasektor.
Technische Indikatoren signalisieren Gegenbewegung
Durch den jüngsten Kursrutsch hat sich die Bewertung deutlich ermäßigt. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 22,6 gilt die Aktie aktuell als technisch überverkauft, was kurzfristig spekulatives Interesse wecken könnte. Dennoch bleibt der Titel fundamental unter Druck, solange keine positiven Nachrichten zu neuen Zulassungen, etwa für das Fruchtbarkeitsmittel Pergoveris, den Wegfall der Mavenclad-Umsätze kompensieren.
Ein wichtiger Termin für Investoren ist die anstehende Hauptversammlung, auf der über den Dividendenvorschlag abgestimmt wird. Bis dahin dürfte die Kursentwicklung maßgeblich davon abhängen, ob sich der US-Dollar stabilisiert und die Margen im Bereich Life Science die Schwäche im Healthcare-Segment auffangen können.
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