Merck KGaA legt durch Übernahme weiter deutlich zu

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA hatte im November 2015 die größte Firmenübernahme seiner Geschichte durchgeführt. Der Kauf des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich machte sich jetzt erneut sehr deutlich in den Zahlen bemerkbar.

Umsatz und der bereinigte Konzerngewinn legten zweistellig zu. Der Umsatz stieg im Schlussquartal um 10,6 % auf 3,830 Mrd. Euro. Zudem sind die Sparten Life Science und Healthcare erneut organisch gewachsen. Für das Gesamtjahr können die Darmstädter einen Erlöszuwachs von 17 % auf einen Rekordwert von 15 Mrd. Euro verzeichnen. Hier sorgte der Zukauf von Sigma-Aldrich allein für einen Sprung von über 16 %. Aus eigener Kraft wuchs der Chemiekonzern um 3,2 %, allerdings machten negative Währungseffekte einen Großteil davon wieder zunichte.

Merck verdiente in 2016 fast 50 % mehr

Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn kletterte im letzten Geschäftsjahr um 23,7 % auf 4,5 Mrd. Euro. Unterm Strich verdiente Merck 1,6 Mrd. Euro, das waren gut 46 % mehr als noch vor einem Jahr. Mit den gemeldeten Zahlen traf Merck im Wesentlichen die Schätzungen der Analysten.

CEO Stefan Oschmann zeigt sich sehr zufrieden mit den Geschäftszahlen: „2016 war ein erfolgreiches Jahr für Merck. Im Healthcare-Bereich haben wir zwei Wirkstoffe zur Zulassung eingereicht. Im Life-Science-Bereich haben wir die Integration von Sigma-Aldrich zügig vorangetrieben. Bei der Realisierung der Synergien sind wir schneller und noch besser vorangekommen als erwartet. Gleichzeitig ist das Geschäft organisch beachtlich gewachsen. Unsere strategisch wichtige Marktführerschaft bei Displaymaterialien haben wir behauptet und neue Technologien gezielt vorangetrieben.“

Auch die Aktionäre werden belohnt, denn sie sollen in Form einer gestiegenen Dividende am Erfolg des Unternehmens teilhaben: Es ist geplant, die Ausschüttung um 15 Cent auf 1,20 Euro zu erhöhen.

Moderates Wachstum in 2017

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2017 erwartet Merck ein leichtes bis moderates organisches Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Das Ebitda vor Sondereinflüssen für den Merck-Konzern sollte in etwa stabil gegenüber dem Vorjahr bleiben.

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