Merck warnt vor stagnierendem Umsatz bei Krebsmedikament Erbitux

Der Darmstädter Pharmakonzern Merck KGaA geht mit gemischten Aussichten in das neue Geschäftsjahr. Denn er fürchtet, dass gleich zwei seiner größten Umsatzbringer im Gesamtjahr Schwächen zeigen könnten.

Diese Einschätzung betrifft zum einen das Krebsmedikament Erbitux. Dieses ist für das Unternehmen das zweitlukrativste Medikament in der derzeitigen Pipeline. 2015 wurden mit diesem Mittel 899 Millionen Euro umgesetzt. Wie es für 2016 ausgesehen hat, will Merck am 9. März präsentieren. Doch schon jetzt stellt man in Aussicht, dass Erbitux in diesem Jahr wohl nur einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres abliefern kann.

Und auch bei Gonal-f könnte es ein schwieriges Jahr werden. Das Fruchtbarkeitsmittel hat sich seit seiner Markteinführung zum drittgrößten Umsatzbringer hochgearbeitet. 2015 setzte man in diesem Medikament 685 Millionen Euro um, in den ersten neun Monaten 2016 brachte man es auf 578 Millionen Euro, ein Plus zum Vorjahreszeitraum um knapp 13,8 %. Im neuen Jahr rechnet Merck nun damit, dass der Umsatz nur noch in einem mittleren einstelligen Prozentsatz zulegen kann.

Glück im Unglück: Den stagnierenden Umsatz von Erbitux hatten die Analysten bereits im Vorfeld auf dem Schirm. So halten sich heute auch die Verluste in der Aktie von Merck in Grenzen. Diese ist zwar Schlussstrich im DAX, kann sich aber noch in der Nähe ihres 52-Wochen-Hochs halten.

%d Bloggern gefällt das: