Meta Aktie: 20.225 Instagram-Konten gehackt
Hacker nutzen Sicherheitslücke in Metas KI-Kundenservice aus und kompromittieren rund 20.000 Instagram-Konten. Der Vorfall belastet die Aktie.

- KI-Support-Tool von Hackern manipuliert
- 20.000 Instagram-Konten kompromittiert
- Meta schließt Sicherheitslücke
- Aktienkurs fällt auf 490 Euro
Meta investiert Milliarden in Künstliche Intelligenz. Nun wird genau diese Technologie zum Sicherheitsrisiko. Hacker haben eine Schwachstelle in einem KI-gestützten Kundenservice-Tool ausgenutzt. Dabei kompromittierten sie etwa 20.000 Instagram-Konten.
KI-Assistent ausgetrickst
Der Vorfall betrifft den Kontowiederherstellungsprozess von Meta. Angreifer manipulierten offenbar einen KI-Support-Assistenten. Sie brachten das System dazu, fremde E-Mail-Adressen zu den Zielkonten hinzuzufügen. Danach setzten die Hacker die Passwörter einfach zurück. Meta hat die Lücke mittlerweile geschlossen.
Eine offizielle Meldung an die Behörden im US-Bundesstaat Maine liefert Details. Demnach sind exakt 20.225 Personen betroffen. Das Unternehmen entdeckte den Fehler Ende Mai. Am 19. Juni will der Konzern die betroffenen Nutzer formell informieren.
Milliardenkosten treffen auf Sicherheitsbedenken
Das Timing ist brisant. Meta positioniert KI als zentralen Treiber seiner Strategie. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um 33 Prozent auf rund 56 Milliarden US-Dollar. Die Ausgaben für Infrastruktur wachsen jedoch noch schneller.
Allein die Investitionsausgaben lagen zuletzt bei fast 20 Milliarden US-Dollar. Die Folge: Aktionäre erwarten für diese Summen eine fehlerfreie Umsetzung. Ein gehacktes KI-Tool ändert zwar nicht sofort die Werbeerlöse. Es weckt aber Zweifel an den internen Kontrollmechanismen.
Aktie im Abwärtstrend
An der Börse spiegelt sich eine wachsende Skepsis wider. Die Meta-Aktie schloss am Donnerstag bei 490,90 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp zwölf Prozent. Damit notiert das Papier mehr als 27 Prozent unter seinem Rekordhoch vom vergangenen Sommer.
Auch der Blick auf den Chart zeigt Schwäche. Der Kurs liegt deutlich unter der 200-Tage-Linie von rund 562 Euro. Ein technischer Rebound lässt auf sich warten. Der 19. Juni rückt nun in den Fokus. An diesem Stichtag müssen weitere Details zum Datenleck auf den Tisch.
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